Neidlingen. Gleichermaßen souverän wie beeindruckend gewann der TV Neidlingen seine Vorrundenpartien gegen die beiden Hauptkonkurrenten aus Ötlingen (2:0) und Oberlenningen (7:1). Probleme gab‘s für die Neidlinger eher gegen die beiden Teams dahinter, wie das knappe 3:2 gegen Ohmden und das 0:0 gegen Nabern zeigten. „In der Liga wird einem nichts geschenkt“, weiß TVN-Abteilungsleiter Patrick Hitzer, der mit seinen Co-Chefs Marlon Lamour und Harald Hepperle weiter am direkten Wiederaufstieg bastelt. „Wenn wir die notwendige Einstellung in allen Rückrundenspielen an den Tag legen, werden wir uns die Meisterschaft nicht mehr nehmen lassen“, so Hitzer optimistisch.
Verfolger Nummer eins, mit einem Punkt Rückstand bei einem Spiel mehr auf dem Konto, ist der TSV Ötlingen. Im Rübholz knabbert man immer noch an der Niederlage bei Hinterbänkler TSV Schlierbach am dritten Spieltag, als man aufgrund von urlaubsbedingtem Personalmangel und Verletzungspech in doppelter Unterzahl zu Ende spielen musste. „Dennoch macht es unglaublichen Spaß, mit dieser jungen Truppe zu arbeiten“, relativiert TSVÖ-Spielertrainer Birant Sentürk. „Saisonziel war, unter die ersten Vier zu kommen, deswegen bin ich sehr zufrieden mit der Vorrunde.“
Der Tabellendritte aus Oberlenningen musste in der Vorrunde gegen die beiden Topteams Lehrgeld bezahlen – das 1:7 gegen Neidlingen und das 1:3 gegen Ötlingen geben Spielleiter Rainer Ziegelin zu denken. „Die Topteams wissen, wie sie uns zurechtlegen müssen, um uns zu schlagen. Wir müssen die Effektivität bezüglich der Chancenverwertung steigern, und dürfen uns nicht so schnell aus der Ruhe bringen lassen.“
Vierter ist der SV Nabern und dies schon seit dem achten Spieltag. Aus den Startlöchern kam die Maier-Truppe allerdings sehr schlecht heraus, nach vier Spielen standen schon drei Pleiten auf der Sollseite. Danach jedoch ging‘s bergauf, von den folgenden acht Partien konnten sechs gewonnen werden, zwei Mal spielte der SVN remis. Diese Serie sollte Nabern, nebst der Tatsache, dass man den Tabellenführer als einziges Team am Rande einer Niederlage hatte, viel Selbstvertrauen geben. „Die drei Spiele, die wir zu Beginn der Saison verloren haben, wollen wir jetzt gewinnen und zumindest ungeschlagen die Rückrunde abschließen“, so SVN-Trainer Axel Maier.
Auch der TSV Ohmden als Fünfter blieb ohne Punktgewinn gegen die Topteams. „Trotzdem sind wir noch innerhalb der Zielvorgabe“, so Abteilungsleiter Peter Scherer, „nach ganz vorne wird es nicht mehr reichen. Ziel ist, so viele Punkte wie möglich zu holen und sich vielleicht noch um einen oder zwei Plätze verbessern.“
Eines der jüngsten Teams in dieser Saison stellt der TSV Schlierbach. Der größte Coup gelang den Schützlingen von Trainer Martin Schumacher am dritten Spieltag beim 4:2 über Ötlingen, Tiefpunkte waren das 0:0 beim Tabellenletzten Frickenhausen/Tischardt sowie das 2:3 zu Hause gegen den Vorletzten TSV Jesingen II. „Wenn wir diese Leistungsschwankungen reduzieren können, ist noch Platz vier oder fünf drin“, glaubt Schumacher vor den restlichen elf Partien.
Eine Partie weniger auf dem Konto hat die neu formierte SGM SGEH/Unterlenningen. Spielertrainer Jens Gassner zeigt sich nicht ganz zufrieden mit dem bisher Erreichten. „Mit ein wenig mehr Konstanz und besserer Chancenverwertung wären mehr Punkte drin gewesen. Auch das Defensivverhalten muss besser werden, dann könnten wir vielleicht noch einen oder zwei Plätze nach oben klettern“, meint Gassner.
Einen Punkt hinter der SGM rangiert der TSV Owen auf Platz acht. Dort setzt man seit Sommer auf das Trainergespann Claus Eberle/Enzo Mele, wodurch sich die Spielkultur nach Ansicht von Spielleiter Hermann Scheu verbessert hat. Das Vorrundenmanko eines echten Stürmers ist mit der Rückkehr von Alexander Sibinovic sowie den Neuzugängen Marvin Kedainis und Daniel Wahl behoben. „Nachdem wir die drei geholt haben, wären wir mit Platz sechs zufrieden“, so Scheu.
Neunter sind die SF Dettingen, die noch Ambitionen nach oben haben. „Das Mittelfeld der Liga ist eng, mit Fleiß und Glück ist Platz sechs noch drin“, sagt Abteilungsleiter Christian Renz, der dem Team eine rege Trainingsbeteiligung, große Disziplin und mannschaftliche Geschlossenheit attestiert.
Drei Siege konnte der TSV Holzmaden II verbuchen, das reichte bis jetzt nur für Platz elf. Trainer Heiko Blumauer kann sich nun endgültig auf die erste Mannschaft konzentrieren, nachdem Pressewart Dennis Braun nun auch offiziell die Geschicke der zweiten Garde übernimmt. „Wir hoffen in der Rückrunde den einen oder anderen Punkt mehr zu holen, dann sind wir zufrieden“, sagt Spielleiter Marius Remmler.
2011 noch knapp in der Relegation gescheitert, hat man sich beim TSV Jesingen zu Beginn der Runde im Sommer nur mühevoll durchgerungen überhaupt noch eine zweite Mannschaft zu melden. Ein halbes Jahr später steht das Team auf dem vorletzten Tabellenplatz, musste kürzlich Coach Daniel Denk ziehen lassen. Interimstrainer und Spielleiter Uwe Wascheck arbeitet ebenfalls nur noch im Hintergrund, der bisherige A-Jugendtrainer Uwe Porstner wird neuer Coach der Zweiten. Wascheck: „Wir ziehen mit der Zweiten auf jeden Fall durch und wollen das Gerüst wieder aufbauen.“
