Lokalsport
Wer lässt sich vom Primus abhängen?

Fußball TSV Ötlingen und FC Kirchheim verfolgen die Tabellenspitze in der Kreisliga B6 hartnäckig.

Der TSV Ötlingen (weiß) will am Sonntag auf eigenem Platz gegen den SV Nabern die nächsten Punkte holen. Foto: Markus Brändli

Kirchheim. Wenn man oben mitspielt, reicht manchmal selbst der heißeste Lauf einer Mannschaft nicht aus, um die Spitze der Liga zu erklimmen. Zumindest dann, wenn der Ligaprimus auf doppelter Temperatur läuft – fünf Siege, 29 Tore und bloß einen Gegentreffer hat der Tabellenzweite TSV Ötlingen in den letzten fünf Spielen zu verzeichnen. Gegenläufig dazu gewann Primus SGM Owen/Unterlenningen mit der Partie gegen die SF Dettingen II das zehnte Pflichtspiel in Folge und vergrößerte damit den Abstand auf die Konkurrenz um vier Punkte.

Zudem hat die SGM bislang ein Spiel weniger als die Konkurrenz, weshalb TSVÖ-Trainer Pasquale Spagnuolo weiß, dass sich ein Aufstieg schwierig gestalten könnte: „Wir haben es nicht mehr in der eigenen Hand, jedoch haben wir vielleicht auch deshalb die letzten fünf Spiele gewonnen, da der Druck weg ist.“ Die Beständigkeit der Siegesserie muss der TSVÖ am Sonntag unter Beweis stellen, wenn er den SV Nabern im Rübholz empfängt. „Die werden nicht herkommen und sich geschlagen geben. Es ist wie ein kleines Derby, und da kann alles passieren.“ Ein Sieg wäre für die Rübholzkicker und eine potentielle Meisterschaft essenziell, denn: „Wir glauben alle noch dran, im Fußball ist alles möglich“, ist Spagnuolo optimistisch.

David gegen Goliath

Dass man seine Gegner nie unterschätzen sollte, weiß auch der Spielertrainer der SGM Owen/Unterlenningen, Kevin Rieke, der mit seiner Mannschaft auf den Tabellenletzten SGM Ohmden/Holzmaden II trifft: „Man muss vor jedem Gegner Respekt haben, vor allem vor zweiten Mannschaften.“ Im Hinspiel lieferten sich beide Teams lange ein Duell auf Augenhöhe, ehe Rieke selbst in der 67. Minute die Führung mit dem 3:1 erweiterte und man anschließend mit zwei weiteren Treffern etwas fürs Torverhältnis tat. Jedoch erwartet Rieke diesmal offenbar ein einfacheres Spiel: „Wir werden voraussichtlich rotieren und Spieler spielen lassen die sonst nicht so viele Einsatzminuten erhalten.“ Trotz des Auftretens mit der zweiten Garde sind für Rieke drei Punkte das klare Ziel, denn „alles andere als ein Sieg wäre eine Enttäuschung.“

Der FC Kirchheim scheint angezählt zu sein, jedoch noch nicht ganz K.O in Sachen Titelkampf. Aktuell hinkt der FC der SGM fünf Punkte hinterher und trifft auf den TSV Jesingen II, der erfolgreich in die Rückrunde gestartet ist. „Es ist schwierig noch vorne anzugreifen. Wenn wir eine Chance auf den Aufstieg haben wollen, müssen wir einfach jedes Spiel gewinnen“, ist sich FC-Trainer Mato Kalfic der Stärke der Konkurrenz bewusst. Der 53-Jährige hat allerdings erkannt, dass seine Mannschaft dafür einen Schalter umlegen muss: „Wir hatten im letzten Spiel fünf bis sechs hundertprozentige Torchancen, die reingehen müssen. Bei einem schweren Kaliber wie Jesingen, müssen wir auch defensiv besser stehen.“

Der VfL II meldet sich nach zweiwöchiger Spielpause zurück in den Spielbetrieb. Der anstehende Gegner ist der TSV Beuren II. Kirchheims Trainer Gaetano Caruana ist sich noch „nicht sicher“ ob die Partie im sogenannten „Flex-Model“, bei dem statt mit den gewohnten elf lediglich mit neun Spielern angetreten wird, ausgetragen wird. So oder so ist ein Sieg für den 43-Jährigen ein „Muss“.

Platz fünf ist das Minimalziel

Der Tabellensechste TSV Schlierbach erwartet den TV Neidlingen II in heimischer Stätte. Für TSVS-Trainer Benedetto Savoca ist der fünfte Tabellenplatz das Minimalziel. Ausgerechnet gegen den Fünftplatzierten verlor man beim vergangenen Auswärtsspiel mit 3:1. „Nach der Niederlage müssen wir unbedingt drei Punkte holen. Wir waren zu harmlos und müssen uns im Angriff verbessern.“

Dicht hinter dem TSVS lauern die SF Dettingen II mit zwei Punkten Rückstand. Die Teckstädter gastieren beim TSV Oberlenningen, die nur ein Spiel aus den letzten fünf Partien gewannen. „Wir fahren für Punkte hin“, weiß SF-Coach Manuel Staiger. „Der Rasen ist schwer zu bespielen, im Normalfall schießen wir aber immer zwei, drei Tore. Adonis Shalaj