Fußball-Relegation
WFV klärt Aufstiegswirrwarr: Welche Vereine profitieren

Verbandsliga-Vizemeister Holzhausen löst entgegen vieler Erwartungen keine Kettenreaktion aus.

Symbolbild
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Seit Tagen hatte sich in der Fußballszene hartnäckig die Ansicht gehalten, dass ein Aufstieg von Verbandsliga-Vizemeister FC Holzhausen direkte Auswirkung von der Landes- bis hinunter in die Kreisligen des Bezirks Neckar/Fils haben könnte. Nun hat der Württembergische Fußballverband das komplexe Thema nochmals konkretisiert. Die Kernaussage: Selbst wenn der FC Holzhausen am Sonntag das Rückspiel um den Aufstieg in die Oberliga gegen den SC Lahr gewinnen sollte, würde lediglich der Gewinner der Relegationspartie zwischen dem FC Rottenburg und dem TSV Köngen in der Saison 2026/27 in der Verbandsliga spielen. Grund: Die Verbandsliga hat bereits jetzt ihre Sollstärke erreicht (es gab drei Absteiger aus der Oberliga), die Liga würde deshalb nur um den Relegationsgewinner zwischen Rottenburg und Köngen aufgestockt.

Gewinnt der TSV Köngen, kann der SV Ebersbach bei einer Niederlage im Landesliga-Relegationsfinale gegen den TV Echterdingen nicht aufsteigen, weil durch die Verbandsliga-Absteiger TSV Weilimdorf und FC Esslingen bereits die Landesliga-Sollstärke erreicht ist. Falls der SV Ebersbach jedoch gewinnt und damit aufsteigt, greift die „Lucky loser“-Regelung in Sachen Bezirksliga.

Auf diese Entwicklung hoffen die SGM Bad Überkingen/Hausen und der TV Unterboihingen. Die SGM hatte sich am Dienstag im Halbfinale der Bezirksliga-Relegation gegen den TSV Berkheim durchgesetzt, Unterboihingen zog einen Tag später mit dem Erfolg gegen den AC Catania nach. Beide Teams kämpfen am Sonntag in Weilheim (Anpfiff 15 Uhr) um einen Platz im Bezirksoberhaus und würden von jedem zusätzlich frei werdenden Startplatz profitieren.

Schlechte Kunde dagegen für den TSV Schlierbach und den TV Tischardt: Weil der AC Catania Kirchheim den Bezirksliga-Aufstieg verpasst hat, wird nur ein Platz in der Kreisliga A2 frei: Den wird nur der Gewinner des Matchs TSV Schlierbach/TV Tischardt erhalten, das am Freitag um 18.30 Uhr in Neckartailfingen angepfiffen wird

Für den Sieger der Partie TSV Obere Fils gegen SV Altenstadt (Donnerstag ab 18.30 Uhr in Wäschenbeuren) gilt im Kampf ums letzte Ticket in der Kreisliga A3 dagegen in deren Match die „Lucky Loser“-Hoffnung: Falls die SGM Bad Überkingen/Hausen in die Bezirksliga aufsteigen sollte.

Noch ein Aspekt: Sollte der SV Ebersbach in die Landesliga aufsteigen, wäre auch der VfL Kirchheim Nutznießer, würde als Verlierer des Bezirkspokalfinals gegen Ebersbach Anfang Juni in den WFV-Pokal nachrücken würde. Der SVE wäre als Landesligist automatisch startberechtigt, der Weg für den Verlierer frei.