Tischtennis-Bundesliga: Frickenhausen erwartet Aufsteiger Mühlhausen
Wieder in Bestbesetzung

Nur zwei Plätze trennen die beiden Kontrahenten, aber der TTC Frickenhausen ist als Tabellensechster der Tischtennis-Bundesliga (TTBL) auf dem Papier Favorit, wenn es am Sonntag ab 15 Uhr in der heimischen Sporthalle auf dem Berg gegen den Achtplatzierten, Aufsteiger SV Mühlhausen, geht.

Frickenhausen. Während der TTC Frickenhausen am vergangenen Sonntag bei Rekordmeister Borussia Düsseldorf eine klare 0:3-Niederlage einstecken musste, konnte Mühlhausen im Aufsteigerduell in Hagen quasi in letzter Sekunde mit 3:2 gewinnen. Für die Thüringer war es der zweite Saisonsieg und brachte die Verbesserung auf den achten Platz. Zuvor hatte der SVM durch einen 3:2-Heimsieg gegen Meister SV Werder Bremen und eine knappe 2:3-Niederlage gegen Grenzau aufhorchen lassen.

„Mich stört, dass uns die Konkurrenz schon vor Saisonbeginn als Absteiger abgestempelt hat“, ärgert sich Mühlhausens Nummer zwei, Matis Burgis, „doch das motiviert uns gleichzeitig, und wir sind immer für eine Überraschung gut.“ So konnte sich der Post SV auch für die Pokal-Endrunde am 28. Dezember in der Stuttgarter Porsche-Arena qualifizieren. Dort allerdings gilt es, im Viertelfinale eine hohe Hürde zu überwinden, denn als Gegner wurde ausgerechnet Titelverteidiger Düsseldorf aus der Lostrommel gezogen.

Die bisherigen Bundesligaspiele haben gezeigt, dass Mühlhausen – übrigens jahrelang Gegner des TTC Frickenhausen II in der zweiten Liga – über eine ausgeglichene Mannschaft verfügt. Der Lette Burgis (Weltrangliste Nummer 132), der Slowake Michal Bardon und der Tscheche Bohumil Vozicky punkteten bei den beiden Erfolgen gegen Bremen und Hagen jeweils einmal. Bardon gelang dabei das Kunststück, im entschei­denden Match gegen den Japaner Maharu Yoshimura nach einem 0:2-Rückstand zunächst den Ausgleich zu erzwingen, um dann im fünften Satz trotz eines Rückstandes noch zu gewinnen und seinem Team den Sieg zu sichern. Die Nummer eins des PSV, Neuzugang Lars Hielscher aus Herne, fehlte zuletzt wegen Verletzung. Der Doppel-Europameister von 2000 und Mannschafts-Vizeeuropameister von 2002 bestritt bislang erst vier Spiele, die er allesamt verlor. Bleibt abzuwarten, ob er in Frickenhausen wieder an den Tisch gehen kann.

Für die Gastgeber lief es in Düsseldorf nicht optimal. Spitzenspieler Koki Niwa, mit einer Bilanz von 11:0 Siegen aktuell bester Akteur der Bundesliga, spielte auf Geheiß des japanischen Verbandes bei den Russian Open und stand Trainer Jian Xin Qiu nicht zur Verfügung. Niwa präsentierte sich in Ekaterinenburg in bester Verfassung und musste erst im Viertelfinale gegen den Chinesen Peifeng Zheng mit 3:4 die Segel streichen. Für Niwa rückte in Düsseldorf Yang Wang auf Position eins, der deutsche Meister Steffen Mengel auf zwei, und Trainer-Sohn Liang Qiu aus der zweiten Mannschaft gab sein Debüt in der TTBL. „Am Sonntag werden wir aber wieder in Bestbesetzung antreten, Koki Niwa ist wieder dabei“, beruhigt TTC-Manager Jürgen Veith. Durch die 0:3-Niederlage in Düsseldorf rutschte das Täles-Team vom dritten auf den sechsten Platz ab und fiel damit auch im Kampf um die Play-off-Plätze zurück.

Koki Niwa, Yang Wang und Steffen Mengel wollen gegen Mühlhausen an ihre Leistungen aus dem ersten Saisondrittel anknüpfen und das Publi­kum mitreißen. „Die Niederlage in Düsseldorf war ein Ausrutscher, am Sonntag werden die hoffentlich zahlreichen Zuschauer eine hoch motivierte Heimmannschaft erleben“, ist sich Veith sicher.mps