Der VfL Kirchheim verliert gegen Remseck erneut in den Schlusssekunden
Wieder nicht belohnt

Langsam wird es tragisch: Auch gegen Spitzenreiter BG Rems­eck hat Basketball-Oberligist VfL Kirchheim nur hauchdünn verloren. In der Sporthalle Stadtmitte gab es am Sonntagabend ein unglückliches 80:82.

Kirchheim. „Wir machen klare Fortschritte, aber es reicht nicht.“ Pasko Tomic attestierte seinem Team wieder einmal eine „tolle Leistung“, doch am Ende war es nicht genug. Tabellenführer BG Remseck feierte am Sonntag den siebten Sieg in Folge, der VfL kassierte die sechste Niederlage und bleibt Vorletzter.

Was wieder einmal beeindruckte: Die Kirchheimer Mannschaft ließ sich auch diesmal nie hängen, holte gleich dreimal einen deutliche Rückstand auf. Das war so nach dem 36:47 kurz vor der Pause, als Remseck nach dem guten Start der Kirchheimer 21:14 (6.) so langsam aber sicher die Oberhand gewann. Chris Schraml, der wohl sein bestes Oberligaspiel bisher ablieferte und seine Verletzungsprobleme in den Griff zu bekommen scheint, beendete die Halbzeit mit seinem dritten Dreier der ersten 20 Minuten zum 41:49.

Diesen Schwung nahm das Team in den zweiten Durchgang mit. Schnell war der 53:53-Ausgleich geschafft (24.). Doch erneut ließ man die Gäste davonziehen. Tomic: „Das waren wieder so Phasen, wo wir ohne Kopf spielen. Vorne wird schnell geworfen, dann gibt man dem Gegner zweite Chancen – das hat uns am Ende die zwei Punkte gekostet.“

Doch so weit war es noch lange nicht. Kirchheim konterte das 53:60, schaffte zu Beginn des Schlussviertels wieder den Ausgleich zum 65:65 in der 31. Minute. Doch vier Minuten später schien alles verloren, die dritte Kirchheimer Schwächephase erlaubte der BG eine scheinbar komfortable 78:68-Führung (35.). Doch vor allem Marsel Sibinovic und Manuel Ivanovic übernahmen nun Verantwortung, und als Shkelzen Bekteshi endlich seinen ersten Dreier in diesem Spiel verwandelte, war wieder der Ausgleich geschafft: Beim 80:80 standen noch 38 Sekunden auf der Uhr. Tomic entschied, nicht zu foulen, sondern zu verteidigen. Das klappte gut, zweimal verwarfen die Gäste und zweimal holten sie sich den Offensiv-Rebound.

Am Ende traf Sebastian Kling, der von zehn Jahren Profierfahrung profitierte, zum 82:80. Da blieben dem VfL noch immer sieben Sekunden. Zunächst verwarf Ivanovic, dann bekam Sibinovic eine Chance – doch gegen drei Gegenspieler schaffte er es nicht, den Ball unterzubringen. Die Schiedsrichter sahen auch kein Foul, und so gab es das aus Kirchheimer Sicht übliche Ende: toll gekämpft, knapp verloren, großer Frust. In den restlichen drei Spielen bis Weihnachten geht es nun zum Zehnten, Göppingen (3:5 Siege), gegen den Letzten, Reutlingen (2:6), und gegen den Achten, Möhringen (3:5). Zwei Siege aus diesen drei Spielen, und die Feiertage könnten durchaus besinnlich werden.ut

VfL Kirchheim: M. Beck (2), S. Bekteshi (12/1), C. Bozic (2), Eberle (4), Ivanovic (18/1), Marino (n. e.), Nakov (n. e.), Reichmuth (n. e.), Reza, Schraml (13/3), Sibinovic (20/1), Zimmermann (9/3)