Nürnberg. Unter den Augen von rund 50 mitgereisten Kirchheimer Anhängern fand das Team mit dem wiedergenesenen Sebastian Adeberg gut ins Spiel. Es zeigte sich, wie wichtig ein gut aufgelegter Cedric Brooks für das Knights-Spiel ist. Nach dreieinhalb Minuten fielen nicht nur den Fans sondern auch dem Knights-Veteran mit der Nummer 99 ein Stein vom Herzen, als endlich wieder ein Ball des zuletzt so glücklosen Amerikaners durch die Reuse zischte. Als er im Gegenzug gleich noch einen selbst erarbeiteten Fastbreak verwandelte, stiegen die Hoffnungen auf die ersehnte Leistungssteigerung. Neun Punkte trug Brooks im ersten Viertel zur 17:22-Führung bei.
Der Start ins zweite Viertel dagegen verlief weniger rund. Zwei Fehlwürfe von Maier und eine fehlende Zuordnung in der Abwehr ließen den NBC auf 23:24 herankommen. In der Folge brannten die Gastgeber ein wahres Dreierfeuerwerk ab. Vor allem Nikita Khartchenkov trug alleine mit acht Punkten in diesem Viertel dazu bei, dass sich sein Team auf zwischenzeitlich 36:27 absetzen konnte. Kurios: Khartchenkov hatte sich diese Saison schon einmal gegen die Knights ausgetobt, damals noch im Leipzig Dress. Mit einem 6:0-Lauf konnten die Ritter zwar Schlimmeres vermeiden, dennoch ging das Heimteam von Coach Ides mit einer Führung von 41:35 in die Halbzeitpause. Auffallend bereits in dieser Spielphase war, dass immer wenn Ahmad Smith auf dem Feld stand, echte Gefahr drohte.
Die spannenden Fragen zur Pause: Welcher Coach würde sein Team besser einstellen? Konnten die Knights den Rückstand wieder einholen? Sie konnten, aber nur kurz. Insbesondere Smallwood und Schneider überraschten die Gegner nach der Pause und neutralisierten mit einem Zwischenspurt in eineinhalb Minuten den Rückstand, um aber gleich wieder ins Hintertreffen zu gelangen. Während der Gastgeber munter punktete, stieg bei den Rittern lediglich das Foulkonto an. Einen 12:0-Lauf krönte Frederick Nixon mit einem Vierpunktespiel und legte bereits früh im Spiel den Grundstein für den späteren Sieg.
Zwar kämpften die Ritter unverzagt, um das Spiel nochmals rumzudrehen, allerdings vergebens. Entweder wurden die Bemühungen durch eigene individuelle Fehler unterbunden oder eben durch Ahmad Smith, der gemeinsam mit Nikita Khartchenkov und Frederick Nixon an diesem Abend eine bessere Qualität aufs Parkett brachte. Näher als auf fünf Punkte kamen die Ritter nicht mehr an den NBC heran.
„Trotz der Niederlage sehe ich wirklich gute Ansätze und bin positiv optimistisch“, gab sich auch Geschäftsführer Stefan Schmauder nach Spielende teilweise zufrieden. „Wenn es uns gelingt, die Schwächephasen, mit denen wir uns immer wieder um den Erfolg bringen zu minimieren, sehe ich gute Chancen, dass wir wieder auf die Siegerstraße zurückkehren.“ Insbesondere auf die guten Leistungen von Marcus Smallwood (17 Punkte, 9 Rebounds) und Christopher Alexander (17,3) gilt es aufzubauen. Den eingeschlagenen Weg des stetigen Aufbaus wird das Team um Cedric Brooks in der kommenden Woche weitergehen, um beim nächsten Heimspiel am kommenden Sonntag gegen Chemnitz den so wichtigen Sieg einzufahren.bs
