Weilheim/Lenningen. Das neue Jahr fing für den TSV Weilheim so an, wie das alte endete: Mit einer ebenso deutlichen wie verdienten Niederlage. In 2012 verlor der TSV Weilheim zum Abschluss mit 23:30 bei den Dettingern, am vergangenen Wochenende setzte es eine herbe 24:29-Niederlage bei der HSG Leinfelden-Echterdingen. In beiden Verfolgerduellen wurde der TSV Weilheim vorgeführt. Insofern ist Wiedergutmachung für die Weilheimer Pflicht.
Um die Negativserie gegen den TSV Dettingen/Erms zu stoppen, nahm Trainer Tom Burger jeden einzelnen Spieler in die Verantwortung. „Gegen Dettingen und Leinfelden-Echterdingen habe ich die notwendige Geilheit auf den Sieg vermisst“, so Burger. In der Tat ließ der TSV Weilheim zwingend erforderliche Eigenschaften wie Einsatzwille, Kampfbereitschaft (vor allem in der Abwehr) und Entschlossenheit (vor allem im Angriff) vermissen. Ohne Gegenwehr ergab sich der TSV Weilheim seinem Schicksal. Um die Partie gegen den TSV Dettingen/Erms positiv zu gestalten, ist eine deutliche Leistungsverbesserung in Abwehr und Angriff notwendig.
Anders als der TSV Weilheim gaben sich die Dettinger zum Rückrundenauftakt keine Blöße und gewannen souverän mit 32:24 gegen die HSG Ebersbach/Bünzwangen. Besonderes Augenmerk der Weilheimer liegt wie im Hinspiel auf Eric Klinger. Viel wird davon abhängen, inwiefern die Weilheimer Abwehr den Dettinger Rückraumspieler nicht zur Entfaltung kommen lässt.
Auf Weilheimer Seite ist unterdessen Torhüter Alexander Müske nach ausgeheiltem Bruch des kleinen Fingers zurück im Kader. Damit steht Burger wieder sein angestammtes Torhüterduo zur Verfügung.
Ein harter Prüfstein wartet heute auf das Männerteam der SG Lenningen: Mit der HSG Leinfelden-Echterdingen kommt der aktuelle Tabellenzweite in die Lenninger Sporthalle. Die Stuttgarter haben aktuell sechs Minuspunkte und sind der Anführer der Verfolgergruppe hinter dem verlustpunktfreien Spitzenreiter Uhingen-Holzhausen. Die sportliche Qualität der Gäste zeigte auch der jüngste Sieg mit vier Toren Differenz gegen den TSV Weilheim.
Die SG kam in Hinspiel in Leinfelden mit einer Fünf-Tore-Niederlage nach Hause. Für SG-Coach Wöller kann ein Erfolg seiner Mannschaft nur mit einer überdurchschnittlichen Leistung gelingen. Er formulierte die Planvorgabe so: „Jetzt können die Jungs zeigen, was in ihnen steckt.“ Dass dazu eine starke Defensivleistung inklusive dementsprechender Torhüterleistungen gehört, versteht sich von allein. Wichtig für die SG wäre auch, die Aktivitäten und Wirkungskreise von HSG-Topwerfer Benjamin Schwarz einzuschränken. Im Angriff hat Wöller bereits Konzepte für den erwarteten 6:0-Abwehrriegel der Gäste einstudieren lassen. pa/rs
TSV Weilheim: Illi, Müske – F. Zettl, T. Sigel, Seyferle, Banzhaf, Auweter, Hiller, Braun, Klett, S. Sigel, D. Zettl, Klein
SG Lenningen: Carrle, Lamparter; Wald, O. Ringelspacher, Austen, Schmid, Renz, K. Ringelspacher, Waldörfer, Rieke, M. Bächle, Dieterich, Schur
