Einen Spieltag vor Abschluss der Vorrunde ist die Tabelle in der Fußball-Kreisliga B, Staffel 6, dreigeteilt. Der TSV Weilheim II steht souverän an der Tabellenspitze, danach kämpfen acht Mannschaften um die Plätze zwei bis sechs, und für vier Teams sind die Chancen äußerst gering, noch unter die ersten sechs zu kommen.
Weilheims Trainer Pasquale Spagnuolo trifft im kommenden Duell auf seinen ehemaligen Club TSV Ötlingen. „Der Verein liegt mir am Herzen, dort habe ich sechs wunderschöne Jahre erlebt“, betont Spagnuolo. Trotz aller Liebe will der Weilheimer Übungsleiter keine Geschenke verteilen: „Wir wollen weiter ungeschlagen bleiben.“ Was gegen die formstarken Ötlinger sicherlich nicht einfach werden wird. Die Rübholzelf ist das einzige Team, das die letzten fünf Spiele gewinnen konnte. „Wir werden uns in Weilheim nicht verstecken und wollen versuchen, was Zählbares mit nach Hause zu nehmen“, strahlt der Ötlinger Trainer Gaetano Caruana große Zuversicht aus.
Sprung auf Platz zwei möglich
Viel Brisanz steckt auch in der Begegnung zwischen der SGM Ohmden/Holzmaden und der SGEH II. „Damit hat wohl keiner gerechnet, dass die zweite SGEH-Mannschaft ganz oben mitspielt“, zeigt sich SGOH-Trainer Patrick Müller überrascht. Mit dem bisherigen Abschneiden seiner Mannschaft ist der SGOH-Coach nicht zufrieden. Aktuell steht sein Team auf einem Abstiegsplatz. „Wir sollten aus den letzten beiden Heimspielen in diesem Jahr gegen die SGEH II und den TSV Oberlenningen sechs Punkte holen“, fordert der SGOH-Trainer. Zumal in der Winterpause die beiden Stürmer Modou Joof und Mudrik Zare den Verein Richtung A-Ligist FC Kirchheim verlassen. Für den SGOH-Trainer sind die Wechsel noch nicht offiziell. „Wenn es so kommen sollte, ist es für uns eine sportliche Schwächung, vielleicht setzt es dann Kräfte frei“, hofft Müller. Für die SGEH II läuft es besser als Trainer Alexander Reuss erwartet hatte. Mit 22 Punkten steht seine Mannschaft auf dem vierten Tabellenplatz, und mit einem Sieg in Holzmaden winkt der Sprung auf Platz zwei.
Seit fast einem Monat hat der SV Nabern kein Pflichtspiel mehr bestritten. „Nach dem 8:1-Erfolg gegen den AC Catania II hat uns die Pause gut getan. Die Trainingsbeteiligung war richtig gut“, sagt SVN-Spielertrainer Marcel Geismann. Für das kommende Spiel gegen den TSV Oberlenningen steht dem Naberner Coach der komplette Kader zur Verfügung. Obwohl die Kräfteverhältnisse in dieser Begegnung klar verteilt sein müssten, wird es für den SVN-Trainer kein Selbstläufer. „Wir müssen unsere Hausaufgaben machen“, so Geismann. Mit nur neun Punkten stehen die Gäste auf dem vorletzten Tabellenplatz. Der Rückstand auf den Fünften beträgt schon neun Zähler. Den Klassenerhalt noch zu erreichen, stellt die Elf von Spielertrainer Hamit Geckin vor eine Mammutaufgabe.
Der neue Trainer Cesare D’Agostino hat beim TSV Schlierbach eine wahre Euphorie entfacht. „Es läuft bisher alles positiv, alle geben Gas“, freut sich der Schlierbach Übungsleiter über einen geglückten Einstand. Allerdings hat er die kurzfristige Entlassung beim TSV Jesingen noch nicht richtig verarbeitet. „Die Enttäuschung ist noch nicht verflogen“, sagt D’Agostino. Mit dem TSV Schlierbach will der 48-Jährige noch einiges erreichen, das letzte Spiel gegen den TSV Weilheim II hat gezeigt, dass seine Mannschaft zu den Top-Teams der Liga zählt. Dies gilt es nun in den letzten beiden Begegnungen vor der Winterpause – am Sonntag beim TSV Linsenhofen II und eine Woche später beim SV Nabern – zu unterstreichen. Mit der zweiten Linsenhofener Mannschaft erwartet D’Agostino einen unangenehmen Gegner. Um das gesteckte Ziel – einen Platz unter den ersten Fünf – zu erreichen, muss diese Begegnung unbedingt gewonnen werden.
Kader ist zu klein
„Wir müssen mit dem Abstieg rechnen“, nimmt TG-Trainer Israfil Kilic kein Blatt vor den Mund. Mit nur sieben Punkten aus elf Spielen hat die TG Kirchheim bisher die Erwartungen nicht erfüllt. „Es zeigt sich einfach, dass unser Kader viel zu klein ist“, betont Kilic. Bisher konnte der TG-Coach nicht einmal mit der gleichen Anfangsformation antreten. Im Auswärtsspiel beim TV Neidlingen II ist die Personaldecke weiter dünn, aber die Chancen dennoch nicht schlecht, endlich wieder dreifach zu punkten.

