Weilheim. Ursprünglich war die Partie gegen Aufsteiger SC Türkgücü Ulm auf den 5. September terminiert. Weil es aber immer recht schwierig ist, unter der Woche zu spielen, haben sich am Landesliga-Staffeltag die meisten Vereine dafür entschieden, lieber am Tag der Deutschen Einheit ihre Spiele auszutragen.
Zum zweiten Mal in dieser Saison ist es dem TSV Weilheim gelungen, kein Gegentor zu bekommen. Was Weilheims Trainer Alexander Hübbe besonders freut. „Wenn sich alle an die Vorgaben halten, könnte dies öfters der Fall sein.“ Bei elf Gegentoren in sechs Spielen war es Hübbe wichtig, dass seine Mannschaft wieder Stabilität in der Abwehr zeigt. Für den FC Germania Bargau gab es unter der Limburg nur zwei gute Einschussmöglichkeiten und die wurden von Torwart Hannes Ihring vereitelt. Der ehemalige Donzdorfer Torhüter stand zum zweiten Mal in Folge zwischen den Pfosten und machte erneut einen sicheren Eindruck.
Normalerweise gibt es für den Weilheimer Übungsleiter keinen Grund, sein Team zu ändern. Vielleicht muss Hübbe dies morgen aber zwangshalber tun: Abwehrspieler Markus Gabriel musste mit einem dicken Knöchel kurz vor Schluss ausgewechselt werden. Die nächsten Tage werden zeigen, ob Gabriel gegen Türkgücü Ulm spielen kann. Sollte der ehemalige Regionalligaspieler ausfallen, wäre dies die Chance für Daniel Heisig. Der Abwehrspieler hatte gegen den FC Germania Bargau nach einer langwierigen Verletzungspause seinen ersten Kurzeinsatz in dieser Saison. In den letzten Jahren zählte Heisig stets zu den Stammspielern bei den Limburgstädtern, aber immer wieder warfen ihn Verletzungen zurück.
Mit 13 Punkten in sieben Spielen schaffte der TSV Weilheim den bisher besten Saisonstart seit dem Aufstieg in die Landesliga. „Wir haben gegenüber der letzten Saison eine sehr erfahrene Mannschaft. Ich glaube fast, das es keinen Landesliga-Verein gibt, der über ein solch erfahrenes Mittelfeld verfügt“, sagt Hübbe voller Stolz. Mit Michael Zimmermann und Carmelo Scaffidi sind die Limburgstädter in der Schaltzentrale bestens besetzt. Für das kommende Heimspiel gegen den Tabellendreizehnten sind die Weilheimer zweifellos favorisiert, doch Hübbe wäre nicht Hübbe, würde er vor dem Gegner nicht warnen: „In der Landesliga gibt es keine leichten Spiele“. Nach dem jüngsten 2:1-Sieg gegen die TSG Schnaitheim kommt der Aufsteiger nämlich mit breiter Brust unter die Limburg und wird wohl alles daran setzen, sich so teuer wie möglich zu verkaufen. Die Gäste stehen allerdings mit nur einem Punkt auf dem letzten Tabellenplatz in der Auswärtstabelle – das wiederum prädestiniert die Weilheimer zum Siegen.me
