Fußball
Ziemlich süchtig nach drei Punkten

Mit einem beinharten Programm steigt der Tabellendritte der Kreisliga A2, die SGEH, ins Restprogramm ein. In Neidlingen wartet auf die SFD „kein Leckerbissen“. 

Nick Philipp Kuchenbecker hat für die SGEH bereits neun Tore in dieser Saison erzielt. Foto: Markus Brändli

Mario Tumbas hat genug von der Winterpause. „Wir freuen uns auf die kommenden Spieltage“, stellt der erfolgreiche Trainer-Durchstarter kurz vor dem ersten Kampf um Zähler im Jahr 2025 fest. Die aufs Schaffen gepolte Gemütslage hängt eng mit der Tabellensituation zusammen. Als Liga-Dritte hat die Sportgemeinschaft weniger Matches ausgetragen als Spitzenreiter TSV Weilheim (zwei) und dessen erster Verfolger VfB Neuffen (eine Partie weniger). Dabei befindet sich die SGEH in absoluter Schlagdistanz, geht folglich mit dem Etikett des „heimlichen“ Tabellenführers in die Auftaktpartie bei der SGM Höllbach. Das Einstiegsprogramm der Sportgemeinschaft hat es allerdings in sich. Zwei englische Wochen stehen bevor – geschuldet Spielausfällen kurz vor Beginn der Winterpause.

Mario Tumbas will jedoch nicht klagen. „Wir haben in der Vorbereitungsphase bei uns auf der Alb aus jeder Wetterlage das beste gemacht, und wollen nun als Mannschaft das, was uns in der Hinrunde stark gemacht hat, bestätigen“, betont ein tatendurstig klingender Coach. Dabei komme entgegen, dass seine Mannschaft „süchtig nach drei Punkten“ sei. Dem Auswärtsmatch in Altenriet folgen Heimpartien gegen den TSV Linsenhofen (13. März), die SGM Owen/Unterlenningen (16. März) und den TV Bempflingen (20. März), das Auswärtsmatch beim einstigen Bezirksliga-Dino TSV Neckartailfingen rundet das beinharte Auftaktprogramm ab.

Schmohl fühlt sich wohl

Die Fußballer des TV Neidlingen und der SGM Owen/Unterlenningen haben vor dem Restrundenauftakt andere Themen auf dem Tablett als Titelkampf. „Es kann bis zum Ende spannend bleiben im Rennen um den Klassenerhalt“, spekuliert Neidlingens Trainer Christopher Andrä. Der Coach würde liebend gerne solch ein nervenaufreibendes Geschehen aus sicherer Distanz betrachten. „Wenn wir es schaffen, enge Partien zu unseren Gunsten zu entscheiden, konstant punkten, werden wir dort unten rauskommen“, formuliert Andrä sein ehrgeiziges Ansinnen.

Gegen die SF Dettingen rechnet der Coach mit keinem fußballerischen Leckerbissen. „Der Platz ist in keinem überragenden Zustand“, weiß der Neidlinger Trainer, dem aller Voraussicht nach genügend Akteure („wir haben aktuell wenig Verletzte“) fürs prestigeträchtige Duell gegen den Tabellenfünften zur Verfügung stehen.

Die Neidlinger sind vor der Winterpause hinter die SGM Owen/Unterlenningen zurückgefallen. Ein Fakt, warum sich Marc Schmohl wohl fühlt. Die Spielgemeinschaft hat auf einem Nichtabstiegsplatz überwintert. „Wir waren für den Moment total froh über die Situation vor Weihnachten“, erinnert sich der emsige SGM-Funktionär. Lediglich eine der sechs Begegnungen verlor die SGM, sammelte elf Zähler. Der Heimauftritt gegen die TSV Oberensingen II bietet der Spielgemeinschaft eine Großchance. „Auch wenn diese Partie im Abstiegskampf noch nicht entscheidend ist, könnten wir uns gegenüber dem Tabellenvorletzten Luft verschaffen“, unterstreicht Marc Schmohl.

Obwohl die Vorbereitung aufgrund von Krankheitsfällen, Urlaubenden und beruflich Verhinderten nicht optimal verlief, sieht er die SGM „gut im Flow“. Eine Grundvoraussetzung für den Tabellenzwölften, dem Hauen und Stechen im Liga-Keller frühzeitig zu entkommen.

 

Spiel des TSV Weilheim wegen Trauerfall verlegt

Der Tod von Phillip Mezger sorgt in der lokalen Sportszene für große Trauer und Erschütterung. Der Trainer der SGM Aichtal war am Mittwoch vergangener Woche im Alter von 35 Jahren verstorben. Noch drei Tage zuvor hatte er bei der 1:2-Testspielniederlage gegen den SV Bonlanden II an der Seitenlinie gestanden. Die für Sonntag geplante Kreisliga A-Partie der SGM gegen den TSV Weilheim wurde auf Dienstag, 22. April verlegt. rei