Le Mans. Weniger Fortüne als beim historischen Vorjahressieg hatte Wolf Henzler bei der Neuauflage der
24 Stunden von Le Mans: Das Team der Porsche-Werksrennfahrer Marc Lieb (Ludwigsburg), Richard Lietz (Österreich) und Henzler verpasste im Felbermayr-Proton Porsche 911 GT3 RSR als Vierter des GT-Klassements knapp einen Podiumsrang. Den Sieg fuhr Chevrolet vor Ferrari und BMW ein.
Marc Lieb übernahm die Startphase auf der 13,650 Kilometer langen Rennstrecke an der Sarthe und konnte nach einer Rennstunde den Horrorcrash von Alan McNish’s Audi R 18 im Rückspiegel live miterleben. Als der Ludwigsburger nach einem Tankstop wieder auf die Strecke fuhr, ereilte den Porsche in der ersten Schikane ein Reifenschaden, der auch die Karosserie in Mitleidenschaft zog. Die Folge war viel Zeitverlust und der Rückfall auf Platz zehn.
Fortan zog das Felbermayr-Team kontinuierlich seine Bahnen auf der Traditionsrennstrecke. In der Nacht zum Sonntag, als Henzler gegen 22.30 Uhr den Boliden turnusgemäß übernommen hatte, ereignete sich der zweite Horrorcrash mit Audi-Pilot Mike Rockenfeller, und er ging erneut glimpflich aus (wir berichteten). Henzler fuhr jetzt drei Stunden lang und übergab an Richard Lietz. Am Sonntagvormittag lag der Porsche mit der Startnummer 77 zeitweise auf dem dritten Rang, und alles lief wie geschmiert: beim Rennwagen, beim Pilotenteam, bei der Mechanikermannschaft. In den 24 Stunden mussten insgesamt 22 Boxenstops wegen Reifen- beziehungsweise Räderwechsels durchgeführt werden. Zieht man die 25 Sekunden pro Stopp ins Kalkül, hätten Henzler/Lieb/Lietz bei weniger Verschleiß insgesamt etwa eine Runde mehr fahren können und wären im Kampf um die GT-Spitze noch konkurrenzfähiger gewesen. So aber zog das BMW-Team an Henzler und Co. in der Schlussphase noch vorbei.
In knapp zwei Wochen bestreitet der Zizishausener das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring auf einem Falken-Porsche 911 GT3.
