Kirchheim. Dabei erwischten beide Teckclubs einen unterschiedlichen Saisonstart. Der VfL stand nach drei Niederlagen in Folge auf dem vorletzten Tabellenplatz. Der AC Catania überraschte seine Kritiker und belegte nach fünf Spieltagen den achten Tabellenplatz. Danach gab es aber fünf Niederlagen in Folge und den Absturz auf den viertletzten Tabellenplatz – eine Situation, die keiner der AC-Verantwortlichen richtig erklären kann. „Viele Spieler erreichen gerade nicht die Form, die von ihnen erwartet wird“, zuckt Abteilungsleiter Pasquale Martinelli die Schultern. Dass es in dieser Runde schwer werden würde, war Martinelli klar. Aber nach dem guten Start hatte der AC-Abteilungsleiter solch einen Einbruch nicht erwartet. Dabei spielte die Mannschaft in den letzten fünf Spielen gar nicht einmal so schlecht. „Bei uns wird gerade aus fast jedem Schuss ein Gegentor“, klagt Martinelli. Dazu kommt die eklatante Abschlussschwäche. Zu viel gute Einschussmöglichkeiten bleiben einfach ungenutzt. „Wir wissen, dass wir baldmöglichst ein Erfolgserlebnis brauchen“, sagt der Abteilungsleiter. Beim VfB Oberesslingen/Zell wird es am Sonntag nicht einfach werden, die Negativserie zu beenden. Die Gastgeber haben in dieser Saison noch kein Heimspiel verloren, aber in der jetzigen Situation könnte ein Punktgewinn für den AC Catania Kirchheim schon als Erfolg gewertet werden.
Vermeintlich einfacher wird die Aufgabe für den VfL Kirchheim II. Mit dem GSV Dürnau kommt die Schießbude der Liga an die Jesinger Allee. Der ehemalige Landesligist hat nach zehn Spieltagen noch keinen einzigen Zähler geholt, hat erst vier Tore erzielt, dafür aber bereits 44 kassiert. Also eine machbare Aufgabe für eine VfL-Mannschaft, die dringend einen „Dreier“ braucht. Nach dem schlechten Saisonstart hat sich die Verbandsligareserve wieder etwas gefangen, ist aber durch den Punktabzug (wir berichteten) auf den vorletzten Tabellenplatz abgerutscht.
Dennoch sieht Benito Drechsler, Spielleiter der zweiten VfL-Mannschaft, der Zukunft zuversichtlich entgegen: „Die Einstellung der Spieler stimmt. Bis auf die ersten drei Spiele hat sich die Mannschaft in den anderen Begegnungen gar nicht so schlecht verkauft.“ Bis zur Winterpause wollen die Teckstädter den Tabellenkeller verlassen. „In den nächsten Spielen gilt es, fleißig Punkte zu sammeln“, sagt Drechsler. Ein Anfang muss gegen den GSV Dürnau gemacht werden.
Wer kann den TSV Köngen noch stoppen? Der Landesligaabsteiger ist nach zehn Spieltagen die einzig noch ungeschlagene Mannschaft. Im anstehenden Heimspiel gegen den TSV RSK Esslingen wäre alles andere als ein weiterer Sieg eine faustdicke Überraschung. Zudem fehlen dem ehemaligen Dettinger Trainer Peter Merkle einige wichtige Leistungsträger, um dem Tabellenführer vielleicht doch ein Bein zu stellen.
Ebenfalls auf der Erfolgsspur befindet sich der Tabellenzweite FV 09 Nürtingen. Aus den letzten acht ungeschlagenen Spielen holte die Elf von Trainer Klaus Fischer 22 Punkte. Im Lokalderby beim TSV Neckartailfingen wird es nicht einfach werden, diese Erfolgsserie weiter fortzusetzen. Im Verfolgerduell erwartet der bisher beste Aufsteiger TSV Wäldenbronn/Esslingen den Landesligaabsteiger TV Nellingen.
Vor einer lösbaren Aufgabe steht der FC Eislingen im Heimspiel gegen die SG Eintracht Sirnau. Um die beiden vorderen Tabellenplätze nicht aus den Augen zu verlieren, zählen für den TSV Berkheim beim FV Neuhausen und den 1. FC Donzdorf beim FV Vorwärts Faurndau nur Siege. In der neunten Begegnung stehen sich der TSV Grötzingen und der TSV Wendlingen gegenüber. Nur der Sieger dieser Partie macht einen Riesenschritt aus dem Tabellenkeller.
