Basketball 2. Liga
Zwei Ex-Ritter wollen die Siegesserie der Knights stoppen

Die Kirchheim Knights stehen vor ihrem bislang schwersten Spiel in dieser Saison: Der ungeschlagene Spitzenreiter empfängt am Samstag um 18 Uhr den Aufstiegsaspiranten und Tabellendritten.

Mit ihm wird es ein Wiedersehen geben: Chuck Harris (rechts) war schon bei den Knights Topscorer und will nun mit den Heidelberg
Mit ihm wird es ein Wiedersehen geben: Chuck Harris (rechts) war schon bei den Knights Topscorer und will nun mit den Heidelberg Academics den Wiederaufstieg schaffen.  Archivfoto: Nina Sander

Am morgigen Samstag empfangen die Kreisbau Knights in der Kirchheimer Sporthalle Stadtmitte die MLP Academics aus Heidelberg. Auf die Zuschauer wartet somit ein astreines Spitzenspiel, denn am siebten Spieltag der 2. Basketball-Bundesliga kommt es in der Teckstadt zum Aufeinandertreffen des Tabellenführers gegen den Tabellendritten. Die Gäste haben sich eine klare Mission auf die Fahnen geschrieben: Der Bundesliga-Absteiger aus Heidelberg peilt die direkte Rückkehr ins Oberhaus an und hat sich dafür mit zwei ehemaligen Rittern verstärkt.

Doch die Knights sind gerüstet. Der Saisonstart ist mit sechs Siegen aus sechs Partien für die Kirchheimer Korbjäger perfekt gelungen. Mit Ausnahme der Partien in Ulm und Essen wurden die Spiele deutlich gewonnen. Doch nun geht es gegen die Top-Mannschaften der Liga. Den Auftakt macht dabei Heidelberg. In den vergangenen Jahren spielte die Mannschaft von Head Coach Carlo Finetti in der BBL, bevor es in der Vorsaison zurück in die Pro A ging. Diesen Schritt möchte man in der Universitätsstadt gerne rückgängig machen und daher nicht allzu lange in der Pro A verbleiben. Dafür haben sich die Heidelberger den hochkarätigsten Kader der 2. Liga zugelegt.

Point Guard Chuck Harris, der in der vergangenen Saison mit den Teckstädtern Vizechampion wurde, leitet bei den Academics das Spielgeschehen. Mit 16 Punkten ist er unangefochtener Topscorer sowie Dreh- und Angelpunkt des Heidelberger Offensivspiels. Unter den Körben dominiert Center Nick Muszynski. Auch er hat eine Kirchheimer Vergangenheit und wurde in seiner Saison bei den schwäbischen Korbjägern zum besten Center der Liga gewählt. Er erzielt pro Partie 9,4 Punkte und fünf Rebounds. Unterstützung erhält er von Power Forward Frank Champion (11,8/4,3). Der US-Amerikaner wechselte nach einer dominanten Saison in der ersten Liga Finnlands zu den Academics.

Die Heidelberger präsentieren sich extrem ausgeglichen. Nahezu jeder Akteur ist in der Lage, dem Spiel seinen Stempel aufzudrücken. Der deutsche Kern hat die letzten Jahre in der ersten Liga verbracht und entsprechend Erfahrung gesammelt. Paul Zipser spielte einige Jahre in der NBA. Die bisherigen Ergebnisse zeigen die Überlegenheit der Heidelberger. Einzig im Heimspiel gegen Wolmirstedt wollte offensiv nichts gelingen und man musste sich knapp geschlagen geben. Doch in den anderen Partien überzeugten die Academics. Dies zeigt sich vor allem in einer deutlichen Überlegenheit in der Defensive. Die Mannen um Kapitän Zipser lassen kaum einfache Punkte zu. „Heidelberg ist die Top-Mannschaft der Liga. Sie spielen schnell, physisch, smart. Der Kader verfügt über alle Optionen und sie sind der erste Anwärter auf den Aufstieg. Wir werden versuchen, unser Spiel zu spielen. Wir wissen, dass wir eine Top-Leistung brauchen, um eine Chance zu haben“, sagt Knights-Head-Coach Igor Perovic. Spielbeginn der Partie ist um 18 Uhr. Tickets gibt es unter kirchheim-knights.de

Gartenstühle und Halloween

Wie bereits berichtet, haben die berüchtigten Gartenstühle nach 20 Jahren ausgesorgt und können nach dem Duell gegen Heidelberg von den Fans kostenfrei mit nach Hause genommen werden. Zudem rufen die Knights zur Kostümierung auf, denn in der Halbzeit des Spiels wird die beste Halloweenverkleidung ausgezeichnet. cs