Der VfL könnte mit einem Sieg in Hohenacker beruhigt in die Pause gehen
Zwei Punkte für den Frieden

Im letzten Landesligaspiel dieses Kalenderjahres müssen die Handballer des VfL Kirchheim am Sonntagnachmittag erneut auswärts antreten. Gegner um 17 Uhr ist der SSV Hohenacker, der in der Tabelle zwei Plätze und drei Punkte hinter dem VfL rangiert.

Kirchheim. Der SSV hat nach dem Abstieg vor zwei Jahren zwar den direkten Wiederaufstieg geschafft, tut sich seitdem in der Landesliga aber äußerst schwer. Die zum Saisonbeginn runderneuerte Mannschaft hat in diesem Jahr ein völlig neues Gesicht bekommen. Der VfL kann sich also nicht auf seine Erfahrungen aus der vergangenen Saison verlassen.

Die Haupt-Angriffsachse verläuft beim SSV über den Kreis. Während von den überwiegend klein gewachsenen Spielern aus dem Rückraum nur wenig Gefahr ausgeht, ackert am Kreis mit Claudio König im Vergleich ein Riese: Über 1,90 Meter groß und über 100 Kilogramm schwer, stellt Hohenackers gefährlichste Waffe jede Abwehr auf die Probe. Ist er in Bewegung, gibt es fast kein Halten mehr.

Vor zwei Jahren scheiterten die Kirchheimer im Waiblinger Teilort noch kläglich, diesmal will es die Mannschaft besser machen. Dafür steht VfL-Coach Ralf Wagner bis auf Matthias Mikolaj und den langzeitverletzten Marcel Metzger der komplette Kader zur Verfügung. Unter der Woche hat Wagner noch einmal die Intensivität im Abschlusstraining erhöht, um der Mannschaft die Bedeutung dieser Partie gegen einen direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt klarzumachen. Der VfL geht mit Blick auf die Tabelle als leichter Favorit ins Rennen, belegt derzeit Platz acht mit 9:11 Punkten. Der SSV ist Zehnter mit 6:14 Punkten.

Beide Spielorte weisen zudem Parallelen auf: In der Gemeindehalle in Hohenacker besteht, wie auch in Kirchheim, ein absolutes Harzverbot. Für viele Gegner ungewohnte Bedingungen und damit oft ein Nachtteil. Für den VfL, der es gewohnt ist, ohne Klebstoff auszukommen, gilt dies morgen also nicht. Mit einem Sieg könnte sich die Mannschaft von Ralf Wagner vor Weihnachten ein beruhigendes Polster zulegen. 6:1 Punkte aus den letzten drei Hinrundenspielen lautete dann die Bilanz. Platz fünf zur Jahreswende wäre mehr, als viele vor Saisonbeginn erwartet hatten.rh

VfL Kirchheim: Oßwald, Pisch – S. Smetak, Latzel, Keller, Lehmann, Real, Rudolph, Richter, J. Mikolaj, Späth, Schwarzbauer, Habermeier, Schafhitzel

SSV Hohenacker: Rudolf – Sören Köhn, Haag, Laribi, König, Gauss, Schütt, Lange, Schabel, Erhardt, Widholm, Seibold, Lidle, Fröschle, Simon Köhn