Besser hätte der Spielplan für die Albershausen Crusaders gar nicht gestaltet sein können: Die Zweitliga-Footballer empfangen als Tabellenzweiter am Sonntag den Spitzenreiter aus Regensburg im Waldstadion zum letzten Heimspiel der Saison. Mit einem Sieg würden die Kreuzritter an Phoenix vorbeiziehen und könnten dann mit einem weiteren Erfolg am letzten Spieltag bei den Nürnberg Rams die Meisterschaft klarmachen.
Den Titel in der 2. Football-Bundesliga Süd würden die Crusaders natürlich gern mitnehmen. Und auch gegen den dazugehörigen Aufstieg hätte in Albershausen niemand was. „Wir wöllten schon, aber wir können nicht“, sagt Mirko Mosenthin, stellvertretender Vorsitzender der Footballer. Denn um in der German Football League spielen zu dürfen, muss ein Verein keine geringen Auflagen erfüllen. „Das fängt schon beim Stadion an, mit Tribüne, VIP-Bereich und so weiter. Das bekommen wir innerhalb von sechs Monaten nicht hin. Und außerdem müssten wir mit unseren Sponsoren neu verhandeln, denn da sprechen wir sicherlich von einem Etat, der mehr als doppelt so hoch ist wie unser aktueller“, sagt Mosenthin. Er könnte sich aber gut vorstellen, nach der Saison grundsätzlich mit der Gemeinde ins Gespräch zu kommen, um vielleicht für die Zukunft in Sachen Infrastruktur für die erste Liga gerüstet zu sein. „Ob wir dann sportlich noch mal die Möglichkeit bekommen, aufzusteigen, muss sich dann halt zeigen.“
Am Sonntag jedenfalls dürfen die Zuschauer auf einen heißen Fight gefasst sein, denn beide Teams werden sich nichts schenken. Die Crusaders stellen die beste Defense der Liga und möchten den Regensburgern möglichst die zweite Saisonniederlage beibringen. „Die zwei Spiele, die wir in dieser Saison verloren haben, hätten nicht sein müssen. Da standen wir uns selbst im Weg“, so Mosenthin, der deshalb die Vorzeichen als äußerst positiv betrachtet.
Neben den üblichen Programmpunkten bei Heimspielen mit Barbecue, Hüpfburg und Showeinlagen wollen die Crusaders diesen Sonntag mit einer Aktion vor allem den Rettungsbediensteten danken. Am „Tag der Helden“ bekommen alle Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr, THW, DLRG und weiteren Organisationen für ihren unermüdlichen Einsatz freien Eintritt.

