Triathlon
Zwei Trias-Athleten meistern die Halbdistanz

Stella Schmidt und Tim Kretschmann von den Trias Wernau haben beim Ironman 70.3 in Jesolo einiges erlebt.

Stella Schmidt ist stolz auf ihre Leistung. Fozo: pr
Stella Schmidt ist stolz auf ihre Leistung. Fozo: pr

Die beinahe täglichen Trainingseinheiten bei den Trias Wernau haben sich gelohnt für Stella Schmidt und Tim Kretschmann. Die beiden Dreikämpfer haben sich auf der Halbdistanz in Jesolo ihre Medaille redlich verdient.

Für Stella Schmidt ist in der italienischen Stadt an der Adria ein lange gehegter Traum in Erfüllung gegangen. „Bereits vor meiner Teilnahme am Rookie-Projekt 2025 hatte ich den Wunsch, irgendwann mal eine Mitteldistanz zu machen. Das Projekt hat dafür die Grundbausteine gelegt und mir wichtige Erfahrungen für den Ablauf eines Triathlons vermittelt“, beschreibt sie die Herangehensweise. Nach einer Vorbereitung mit Höhen und Tiefen ging es schließlich nach Italien. „Die ganze Stadt befand sich gefühlt im Ironman-Modus. Überall sah man Leute beim Joggen, beim Cruisen mit dem Rennrad oder im Neoprenanzug am Meer. Natürlich stieg dadurch die Aufregung.“ Doch sie ließ sich davon nicht weiter beeindrucken. Als jedoch am Wettkampftag der Wecker klingelte, klopfte die Angst vor dem Schwimmen an. Die junge Athletin zog es aber durch, und war umso froher, als es auf die Radstrecke ging. „Gegen Ende war ich gefühlt alleine auf der Straße unterwegs und ich fing an, vor mich her zu summen, damit auch die letzten Kilometer dahinflogen.“ Das Laufen lief im Anschluss ebenfalls richtig rund. „Auf der Abzweigung zum Ziel musste ich arg nach Luft schnappen, aber nicht nur, weil ich erschöpft war, sondern auch, weil ich mit meinen eigenen Freudentränen kämpfen musste“, so die überglückliche Triathletin.

Keine Zeit für Schmerzen

Für Tim Kretschmann begann der Wettkampftag mit einem Schock: Der hintere Reifen war platt. Nach einigem Hin und Her konnte das Problem behoben und das Schwimmen entspannt angegangen werden. „Die Wasserlage ist geil im Salzwasser mit Neo. Das macht richtig Bock“, freute er sich anschließend auch über die Party-Stimmung rund um die Wechselzone. Dass nach dem Radcomputer auch das Powermeter seinen Dienst verweigerte, war zwar neu, doch davon ließ sich der Triathlet nicht aus dem Konzept bringen. „Fahr‘ ich halt nach Gefühl“, lautete nun die Devise.

Die 37 Stundenkilometer im Schnitt auf den 90 Radkilometern waren jedenfalls eine positive Überraschung, und auch beim Halbmarathon klappte es viel besser als gedacht. Mit einer super Pace, der passenden Verpflegungsstrategie und genügend Willen, um den aufkeimenden Schmerzen im Bein keine Aufmerksamkeit zu schenken, kam auch Tim Kretschmann überglücklich ins Ziel. „Mein erster Ironman 70.3. Krass.“