Serie Bahnprojekt

Tiefe Einblicke in die ICE-Baustelle

Großprojekt Auf den Spuren des Bahnprojekts Stuttgart-Ulm: Die SPD-Landtagsfraktion machte sich ein Bild über den Baufortschritt und besichtigte in Kirchheim die Tunnelbaustelle. Von Iris Häfner

Das Bahnprojekt Stuttgart-Ulm ist seit geraumer Zeit ein Dauerbrenner. Es beschäftigt die Menschen in Stuttgart, in Ulm und um Ulm herum. Exakt auf diesen Spuren wandelte die SPD-Landtagsfraktion zwei Tage lang und informierte sich über den aktuellen Stand der Bahnbaustelle. Einen Zwischenstopp gab es gestern Mittag in Kirchheim.

Während im Erdgeschoss des neuen Container-Komplexes die Putzfrau die letzten Spuren der Handwerker mit dem Staubsauger beseitigte, lauschten die Abgeordneten eine Etage höher der Präsentation von Jens Hallfeldt. Er ist Projektleiter bei der Bahn und für den Abschnitt PFA 2.1. Albvorland / Anschluss Bahnknoten Stuttgart zuständig. Er erklärte anhand einer Animation, wie die Tunnelvortriebsmaschine funktioniert, welche Leistung sie bringt und welche Logistik für die Großbaustelle notwendig ist.

Detailfragen beantwortete auch Frank Brodbeck, Tunnelbauer mit Heimvorteil. Der Kirchheimer kennt sich bestens mit den zwei Bohrmaschinen aus, die zurzeit auf der Baustelle neben der Autobahn auf Höhe der Firma Leicht aufgebaut werden. Läuft alles nach Plan, stehen sie Ende September in voller Größe da und können sich dann über acht Kilometer durch den Untergrund bis Wendlingen vorarbeiten.

Von den Dimensionen der Riesenbohrer konnten sich die Politiker vor Ort ein Bild machen, allen voran Kirchheims Abgeordneter Andreas Kenner und Pressesprecher Martin Mendler. In Augenschein nahmen sie auch das große, tiefe Loch des Tunneltrogs.

Bereits am Montagabend ging die Veranstaltung für die SPD-Landtagsabgeordneten in Ulm am Info-Center Kienlesberg­straße los. Im Fokus stand unter anderem der Straßenbahnbau. Der gestrige Tag begann mit der Besichtigung des Albabstiegstunnels, ehe die Busfahrt über die Baustelle Filstalbrücke nach Kirchheim führte. Den Abschluss der Inforeise bildete die Verzweigung des Tunnels Ober-/Untertürkheim.

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