Serie Weihnachtsaktion

„So was gibt‘s nicht im Internet“

Aktion Kirchheimer City Ring verwöhnt die Sieger seines Gewinnspiels mit einer exklusiven Stadtführung samt anschließender Weinprobe. Von Jörg Bächle

Während City-Ring-Vorsitzender Karl-Michael Bantlin die edlen Tropfen offeriert,  stellt Önologin Helen Schmalzried den erwartun
Während City-Ring-Vorsitzender Karl-Michael Bantlin die edlen Tropfen offeriert, stellt Önologin Helen Schmalzried den erwartungsvollen Gästen die Weine vor. Foto: Jörg Bächle

Verlosung für eine exklusive Stadtführung mit anschließender Weinprobe“ lautet das Motto der Weihnachtsaktion des Kirchheimer City Rings. Bei ihren in der Adventszeit getätigten Einkäufen erhielten die Kunden in teilnehmenden City-Ring-Geschäften rote Kerzen mit Gewinnkärtchen ausgehändigt.

Insgesamt 83 erwartungsvoll gestimmte Gewinner trafen sich trotz regnerischem und stürmischem Wetter in den Kornhausarkaden, um eine exklusive Stadtführung durch die Teckstadt zu erleben. Die Zuhörer erfuhren, wo genau der Stadtbrand von 1690 ausgebrochen und warum er für die Entwicklung der Stadt Kirchheim positiv war. Nur drei Gebäude innerhalb der Stadtmauer blieben damals stehen: Das Schloss, das Max-Eyth-Haus und – zumindest in Teilen – die Martinskirche. Das heutige Fachwerkensemble, mit dem nicht nur die Händler in Kirchheim werben können, entstand größtenteils in den Jahren 1692 bis 1995. Nur beim Wiederaufbau des Rathauses, das vor der Katastrophe an der Stelle des heutigen Brunnens auf dem Marktplatz stand, war man sich nicht so schnell einig. Mit dieser Entscheidung wurde Platz geschaffen für den Standort des Marktes, der heute drei Mal die Woche Gäste und Bürger in die Stadt lockt. Das heutige Rathaus wurde erst von 1722 bis 1724 gebaut. Für den Wiederaufbau der Stadt gab es strenge Auflagen: Die Straßen mussten verbreitert werden, alle Häuser sollten mit dem Giebel zur Straße stehen und Abstand voneinander haben. Erker waren verboten. Noch heute zeugen die glatten Fronten entlang der Fußgängerzone von dieser Regelung. Alle Häuser erhielten Steinsockel.

Dass sich unterhalb vieler Gebäude auch Gewölbekeller befinden und diese mancherorts gastronomisch genutzt werden, erlebten die Besucher im zweiten Teil des Abends. Das ehemalige Restaurant Schinderhannes in der Max-Eyth-Straße ist heute beim jüngeren Publikum als kultureller Ort für Livemusik oder DJ-Events beliebt, die „Milchbar“ wird von City-Ring-Mitglied Gunnar Stahlberg betrieben.

Nach der persönlichen Begrüßung der Gäste durch den Ersten Vorsitzenden Karl-Michael Bantlin wurde der gesellige Teil des Abends mit einem Esecco Rosé eingeläutet. Die Ausschussmitglieder des Kirchheimer City Rings bedienten die Gewinner in bekannter Routine, denn ein Mal im Jahr dürfen sich die jeweiligen Gewinner über ein solches kulinarisch angereichertes Event der Kirchheimer Händler-Vereinigung freuen.

Zur Weinprobe in der Milchbar präsentierte Helen Schmalzried von den Weingärtnern Esslingen auf Einladung vom Getränkemarkt im Paradiesle an diesem Abend unter anderem den fruchtigen Spätburgunder Weißherbst „Faifegrädler“ oder einen kräftigen Merlot aus den terrassierten Steillagen.

Die Önologin erklärte, wie solch ein gängiger Weinbegriff durch den Zusatz einer Stufe und seiner „Terrassenlage“ eine besondere Qualität erreiche, die man schmecken konnte. Auch lobte sie insbesondere die Region als das Weinanbaugebiet für den Riesling, bevor Küchenchef Martin Lehmann vom Queens ein wahres Geschmacksfeuerwerk für den Gaumen offerierte.

Ein aufschlussreicher und genussvoller Abend, wie auch die Gäste bemerkten: denn so etwas gebe es eben nicht im Internet zu erleben.

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