Teckbotenpokal
Diese Auslosung verspricht Brisanz

Sechs Wochen vor Beginn des Turniers bei den SFD findet die Auslosung der Vorrundengruppen statt: Am Freitag rückt die Schlossberghalle in den Fokus.

Beim bislang letzten Teckbotenpokal in Dettingen kürte sich der TSV Deizisau zum Sieger. Im Finale am 30. Juli 2017 setzte sich
Beim bislang letzten Teckbotenpokal in Dettingen kürte sich der TSV Deizisau zum Sieger. Im Finale am 30. Juli 2017 setzte sich der damalige Bezirksligist von der Hinteren Halde im Elfmeterschießen gegen Landesligist TSV Weilheim durch. Archivfoto: Markus Brändli

Neun Jahre sind eine lange Zeit: Als der Teckbotenpokal 2017 zum letzten Mal in Dettingen gastierte, hing das fußballerische Aushängeschild noch in Weilheim: Der TSV stand damals vor seiner achten Landesligasaison, war als amtierender Turniersieger (2:0-Sieg 2016 im vereinsinternen Finale gegen die eigene „Zweite“ in Holzmaden) der Topfavorit für einen erneuten Cup-Coup in der Schlossberggemeinde. Den Partycrasher gab am 30. Juli 2017 der TSV Deizisau, der als klassentieferer Endspielgegner der Weilheimer nicht nur den Favoriten schlug, sondern auch zum ersten Turniersieger seit Einführung des einwöchigen Modus wurde, der außerhalb des Einzugsgebiets des Teckboten angesiedelt ist.

Ob ein Verein dieses Kunststück wiederholen können wird? Wenn am Freitag ab 18.30 Uhr in der Schlossberghalle die sechs Vorrundengruppen ausgelost werden, sind nur zwei „Auswärtige“ im Topf: Der TV Hochdorf (Kreisliga A1) und der TSV Wendlingen II (Kreisliga B2) – die Neckarstädter sind kurzfristig ins Teilnehmerfeld gerückt, nachdem der TSV Ötlingen II mangels Personal zurückgezogen hatte. „Ich bin froh, dass wir mit Wendlingen einen Ersatz finden konnten“, sagt Turnier-Orga-Chef Christian Renz, der sich einen Seitenhieb Richtung Rübholz nicht verkneifen kann. „Man sollte bei der Anmeldung eigentlich wissen, ob und wie viele Spieler man für so ein Turnier zur Verfügung hat.“

Illustres Duo an Lostopf und Mikro

Unabhängig davon laufen die Vorbereitungen für das Turnier, das am 25. Juli erstmals an einem Samstag beginnt, auf Hochtouren. Die Vorfreude steigt auch bei dem Mann, der am Freitag in die Lostöpfe greift: Dettingens Bürgermeister Rainer Haußmann steht nach 1997, 2003, 2010 und 2017 zum fünften Mal als Schirmherr des Events bereit. „Es ist beeindruckend, wie der Verein so viele Helfer zusammenbekommt, um das Ganze zu stemmen. Da kann man nur den Hut ziehen“, lobt Haußmann, selbst ehemaliger Kicker für seinen Heimatverein TSV Linsenhofen und den VfB Neuffen. „Als Aktiver war es mir nie gelungen, Dettingen zu schlagen“, erinnert er sich – dafür hat der heutige Schultes die SFD kurz vor seinem Amtsantritt in der Schlossberggemeinde mit zum Meister geschossen: Im Dress der Linsenhofener erzielte Haußmann in der Saison 1995/96 den entscheidenden Treffer zum Sieg über den TSV Wolfschlugen, der durch diese Niederlage noch von den Dettingern an der Tabellenspitze überflügelt wurde.

Fußballerisch nicht minder bewandert dürfte auch der Moderator der morgigen Auslosung sein: Mit Andreas Kenner haben die Dettinger eine gleichermaßen wortgewandte wie fußballbegeisterte Persönlichkeit „verpflichtet“. „Als man mich gefragt hatte, habe ich sofort zugesagt“, lacht der langjährige Kirchheimer Kommunal- und Landespolitiker der SPD, der sich ebenfalls auf das Turnier freut: „So viel Amateurfußball auf einmal, das ist einfach toll.“