Halbzeit beim Teckbotenpokal – so wie Fußballer nach den ersten 45 Minuten durchschnaufen und frische Kräfte für die Restlichen sammeln, wappnet sich auch der TSV Notzingen für die zweite Hälfte des Turniers. „Bislang läuft alles nach Plan“, zieht Orga-Chef Michael Panknin nach vier von acht Tagen eine positive Zwischenbilanz. Dass die Sonne als zuvor nahezu vergessener Gast am Mittwoch ebenfalls mal wieder im Eichert vorbeischaute, traf manchen fast schon unvorbereitet. „Da muss ich mir ja meine Mütze ins Gesicht ziehen, damit es mich nicht blendet“, feixte Panknin.
Sportlich steuert der Gastgeber voll auf Kurs – dem Team von Trainer Alex Wollmann war in der Gruppe A bereits vor dem 2:1 am Mittwoch gegen den CSV Kirchheim das Ticket fürs Achtelfinale nicht mehr zu nehmen. Mit drei Siegen aus drei Spielen holten sich die Notzinger ungestreift den Gruppensieg.
Übrigens: Der letzte Ausrichterverein, der es mit makelloser Bilanz durch die Vorrunde schaffte, war 2019 der TV Neidlingen, der das Heimturnier damals prompt gewann – Wiederholung durch Notzingen? „Ob wir das schaffen können? Ich weiß nicht“, zuckte Michael Panknin mit den Schultern. Turnierneuling CSV Kirchheim, der der Eichert-Elf im bislang unterhaltsamsten Spiel des Turniers lange Paroli bot, hat trotz der Niederlage mit vier Punkten den zweiten Platz sicher und stürmt dabei gleich bei seiner Teckbotenpokal-Premiere in die Runde der letzten 16, die neben den beiden Gruppenersten bekanntlich auch vier besten Gruppendritten erreichen.
In der Gruppe B ist der AC Catania Kirchheim nach dem dritten Sieg im dritten Spiel gestern Abend (7:0 über die SGOH II) als Erster weiter – wer das zweite Achtelfinalticket bucht, entscheidet sich am heutigen Donnerstag in der Partie zwischen den punktgleichen SF Dettingen II und den Wernauer SF.
Zu einem Showdown um den Sieg in der Gruppe C kommt es am Donnerstag ab 18 Uhr zwischen dem TV Neidlingen und dem VfL Kirchheim, die beide mit jeweils sechs Punkten bereits als Achtelfinalfahrer feststehen.
In der Gruppe D ist dem TSV Jesingen mit sechs Punkten der erste oder zweite Platz nur noch theoretisch zu nehmen. Selbst bei einer Niederlage am Donnerstag gegen den TSV Schlierbach (3 Zähler), dürfte angesichts des klar besseren Torverhältnisses gegenüber Schlierbach und der SGM Owen/Unterlenningen (3) nichts anbrennen. Die SGMOU würde bei einer Schlierbacher Niederlage gegen Jesingen ein Remis heute gegen den TSV Ötlingen zu Platz zwei reichen.
Eng beieinander liegen die Teams in der Gruppe E: Der TSV Weilheim (4 Punkte) kann mit einem Sieg am Freitag gegen den TSV Jesingen II (3) das Achtelfinale ebenso klarmachen wie der TSV Wernau (4) im Duell mit der noch sieglosen SG Ohmden/Holzmaden, die beim Turnier im Vorjahr in Jesingen noch ins Halbfinale gestürmt war und am Ende Vierter wurde.
In der Gruppe F ist derweil das bislang torhungrigste Team des Turniers unterwegs. Nach dem 8:0 zum Auftakt gegen die SGM Hochdorf/Schlierbach ließen es die SF Dettingen am Mittwoch beim 10:2 über den TSV Notzingen II erneut krachen und stehen damit ebenfalls vorzeitig im Achtelfinale. Der Kantersieg über die Notzinger war dabei übrigens nicht der höchste der Turniergeschichte. Diesen gab es vor zwei Jahren beim 13:0, als die Dettinger die SGOH II abschoss. Spannend hier noch die Frage, wer hinter den SFD in die Runde der letzten 16 einzieht. Die Entscheidung fällt am Freitag im „Fernduell“ zwischen den punktgleichen TSV Notzingen II(gegen Hochdorf/Schlierbach) und TSV Ötlingen II (gegen Dettingen).

