Der TSV Weilheim hat mit seiner bunt zusammengewürfelten Mannschaft das Legendenturnier im Rahmen des Teckbotenpokals gewonnen. Im Endspiel der Ü32-Mannschaften bezwang die mit ehemaligen Ober-, Verbands- und Landesligakickern gespickte Truppe den TSV Holzmaden knapp, aber verdient mit 1:0.
Verdient deshalb, weil die Holzmadener mit ihrer ausschließlich auf einen Lucky Punch ausgerichteten Taktik schnell von den spielerisch überlegenen Weilheimern durchschaut worden waren. „Wir wollten ihnen eigentlich ein bisschen mehr auf die Schuhe stehen“, analysierte TSVH-Trainer Dennis Braun, „aber uns war klar, dass sie spielerisch besser sind.“
Das ungleiche Duell hatte fulminant begonnen, bereits nach fünf Minuten setzte Lenny Zaglauer, der erst vor wenigen Wochen bei Verbandsligist TSV Oberensingen die Aktiven-Schuhe an den Nagel gehängt hatte, einen Schuss an den Pfosten. Wer dann nach dem 1:0 durch Nelson Abrantes (17., Kopfball) dachte, die Weilheimer steuern einem Schützenfest entgegen, sah sich getäuscht. Die Holzmadener verteidigten ihren Kasten beherzt und hatten mit Pascal Beutl einen glänzend aufgelegten Keeper zwischen den Pfosten, der so manche Weilheimer Chance vereitelte. „Unterm Strich bin ich mit meinen Jungs zufrieden“, lobte Dennis Braun.
Auf Weilheimer Seite freuten sich die ehemaligen VfL-Oberligateamkollegen Chris Eisenhardt und Nebih Kadrija nicht nur über den Sieg, sondern, dass auch die Kraft gereicht hatte. „Ich bin heute zum ersten Mal seit zwölf Jahren wieder aktiv auf dem Platz“, so Eisenhardt, der aktuell den Bezirksligisten TSV Musberg trainiert. Weilhems Aktiven-Sportchef Kadrija stellte hingegen augenzwinkernd fest: „Ich bin froh, dass ich so clever war, nur eine Halbzeit zu spielen.“

