Das Polizeipräsidium Reutlingen hat zu dem Großbrand in Unterensingen eine Pressemeldung veröffentlicht und darin einige Zahlen zum Unglück genannt.
Demnach waren am frühen Montagabend zahlreiche Einsatzkräfte der Feuerwehr, des Rettungsdienstes und der Polizei in die Kelterstraße ausgerückt, nachdem mehrere Passanten gegen 18.35 Uhr über den Notruf eine erhebliche Rauchsäule gemeldet hatten. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte standen große Teile des Gerätehauses der Feuerwehr Unterensingen im Vollbrand.
Die umliegenden Feuerwehren, die mit 140 Einsatzkräften und 22 Fahrzeugen ausgerückt waren, leiteten ugehend die Löscharbeiten ein. Trotz des schnellen Eingreifens konnte nach Angaben der Polizei nicht verhindert werden, dass das Gebäude nahezu vollständig zerstört wurde. Vier im Inneren geparkte Feuerwehrfahrzeuge, ein Feuerwehrboot, ein Gabelstapler sowie zahlreiche Ausrüstungsgegenstände sind dabei zerstört worden. Verletzt wurde glücklicherweise niemand. Die Ermittlungen zur bislang unbekannten Brandursache dauern an.
Dach drohte einzustürzen
Der Schaden am Inventar und am Gebäude beläuft sich den ersten Schätzungen zufolge auf etwa zehn Millionen Euro. Da Teile der Dachkonstruktion einsturzgefährdet waren, mussten sie noch in der Nacht mittels eines Baggers abgetragen werden.
Aufgrund der erheblichen Rauchentwicklung wurden Anwohner aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Zur Sicherstellung der Löschwasserversorgung mussten mehrere Schlauchleitungen über die Kreisstraße 1219 an den angrenzenden Neckar gelegt und die Fahrbahn voll gesperrt werden. Die Sperrung dauerte bis in die Nacht an, durch die Straßenmeisterei wurde eine örtliche Umleitung eingerichtet.
Neben zahlreichen Einsatzkräften der Polizei befand sich der Rettungsdienst mit rund 30 Einsatzkräften und fünf Fahrzeugen am Einsatzort.

