Großeinsatz
„Albblick“ in Altenriet völlig zerstört

Acht Feuerwehren waren beim Vollbrand der Gaststätte beteiligt, auch die Kirchheimer waren vor Ort. Starke Rauchentwicklung erschwerte die Löscharbeiten. Rund 30 Gäste waren im Lokal. 

Der Einsatz der Rettungskräfte ging bis in den Abend hinein. Foto: Uwe Gottwald
Der Einsatz der Rettungskräfte ging bis in den Abend hinein. Foto: Uwe Gottwald

Eine tiefschwarze Rauchwolke über Altenriet ließ am Sonntagnachmittag nichts Gutes erahnen. Der Albblick, Gaststätte und Vereinsheim der Kleintierzüchter, auch bekannt als „Hasenheim“, war in Brand geraten. „Wir wurden um 15.21 Uhr alarmiert“, so Kommandant Sven Zeller von der Freiwilligen Feuerwehr Altenriet, der die Einsatzleitung innehatte. Nach der ersten Meldung sei von einem Brandherd in dem Gebäude ausgegangen worden, doch nach dem Eintreffen der Einsatzkräfte war schnell klar, dass sich das Feuer zu einem Vollbrand entwickelt hatte. Wie die Polizei berichtet, waren zu dem Zeitpunkt rund 30 Gäste in dem Lokal, die nach draußen geleitet wurden.

In unmittelbarer Nachbarschaft befinden sich mehrere Wohnhäuser, die es zu schützen galt. „Wir haben die Gebäude kontrolliert und die Anwohner informiert. Schäden entstanden dort nach dem ersten Eindruck nicht und es waren auch keine Personen gefährdet“, so Zeller. Auch sonst seien keine Personenschäden bekannt. Zur Brandursache konnte Zeller noch nichts sagen.

Hilfe aus den Nachbarorten

Die Feuerwehr Altenriet wurde von insgesamt sieben weiteren Wehren unterstützt, aus Schlaitdorf, Walddorfhäslach, Altdorf, Neckartenzlingen, Filderstadt, Nürtingen und Kirchheim. Über lange Strecken war eine Vielzahl an Schläuchen verlegt worden. „Wir mussten mehrere Leitungen aufbauen, zum Hydrantennetz und zum Wasserspeicher im Ort“, so Kommandant Zeller.

Wegen der starken Rauchentwicklung wurden für die Löscharbeiten, die unter anderem von oben mit zwei Drehleiterfahrzeugen vorgenommen wurden, mehrere Trupps von Atemschutzträgern benötigt. Mit einem Bagger wurden im Inneren Gebäudeteile abgerissen, um das Wasser zielgenauer an die Brandherde zu bringen.

Bürgermeisterin vor Ort

Noch bis 18 Uhr stiegen immer wieder dichte Rauchwolken auf, bis dann gegen 18.15 Uhr eine abschließende Lagebesprechung abgehalten und vorläufige Entwarnung gegeben werden konnte. Auch Bürgermeisterin Patricia Mittnacht machte sich vor Ort ein Bild von der Situation und organisierte mit Gemeindemitarbeitern Verpflegung für die Feuerwehrleute und Hilfskräfte. Insgesamt waren rund 100 Einsatzkräfte der Feuerwehren mit insgesamt 17 Fahrzeugen im Einsatz, das Technische Hilfswerk war mit vier Fahrzeugen und zehn Kräften vor Ort, dazu Rettungskräfte der Malteser und des DRK, die vorsorglich hinzugerufen wurden.