Ein Abend voller Energie, Klangfülle und Begeisterung: Unter dem Motto „on fire“ hat der CVJM-Posaunenchor Owen die Teckhalle in einen eindrucksvollen Konzertsaal verwandelt. Mehr als 700 Besucherinnen und Besucher erlebten ein musikalisch wie inhaltlich facettenreiches Programm, das eindrucksvoll die Vielseitigkeit des rund 70-köpfigen Ensembles zeigte.
Mit dem schwungvollen Eröffnungsstück „Olympic Fire“ setzte der Chor gleich ein kraftvolles Zeichen. Der ausgewogene Gesamtklang und das prägnante Trompetensolo von Martin Däschler ließen früh erkennen, auf welch hohem Niveau musiziert wurde. Bei der Begrüßung erinnerte der Erste Vorsitzende Jens Häußler an den Leitspruch des Chors „Soli deo gloria“ – Gott allein die Ehre – und schlug damit die Brücke zwischen musikalischem Anspruch und geistlichem Auftrag.
Das Publikum singt mit
Das Programm griff das Thema „Feuer“ in ganz unterschiedlichen Facetten auf. Mit Händels „Feuerwerksmusik“ bewies der Chor stilistische Sicherheit im barocken Repertoire, während der Choral „Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzet“ für einen ruhigen, getragenen Kontrast sorgte. Beim gemeinsamen Lied „Herz und Herz vereint zusammen“ wurde das Publikum aktiv einbezogen und zum Mitsingen eingeladen.
Ein besonderer Höhepunkt war das humorvoll präsentierte Stück „S’Zündhölzli“. Neben den energiegeladenen Rhythmen überzeugten hier vor allem die Solistinnen Kathrin Bohnaker und Anke Häußler an den Hörnern sowie Johannes Munk an der Trompete. Für große Heiterkeit sorgte bereits im Vorfeld die unterhaltsame Anmoderation durch Oliver Häfeli, der das Stück singend und in Schweizerdeutsch einführte.
Nachdenkliche Akzente setzte Pfarrer Jörg Wezel mit seinem Impuls „Wofür brennen wir?“, angelehnt an den Propheten Jeremia. Im Anschluss zeigte der Chor beim „Praise Medley“ seine moderne, rhythmisch geprägte Seite. Unterstützt von den drei Percussionisten Marc Oberlander, Markus Huber und Erik Schmid entstand ein mitreißender Klang, der das Publikum spürbar begeisterte.
Viel Applaus erhielt auch die Jungbläsergruppe „Blächsalad“. Die jungen Musikerinnen und Musiker im Alter von zehn bis 13 Jahren, die erst seit 2023 ausgebildet werden, überzeugten mit Frische und Spielfreude. Geleitet wird die Gruppe von einem engagierten Ausbildungsteam um Anke Häußler und weitere Ausbilder.
Charmant und informativ führte Dietfried Lustig durch das Programm und vermittelte dabei auch Hintergründe zu Musik und Instrumenten. Vor der Pause sorgten der kraftvolle Marsch „Feuer und Flamme“ sowie der beschwingte Popklassiker „Lollipop“ für einen abwechslungsreichen ersten Konzertteil.
Nach der Pause eröffnete „Chariots of Fire“ den zweiten Abschnitt mit feierlicher Klangfülle. Eine überraschende und humorvolle Einlage bot der Chor mit Boomwhackers zum Stück „Africa“, bei dem die Musikerinnen und Musiker auch rhythmisch abseits ihrer Instrumente überzeugten.
Musikalisch vielseitig
Mit „Moments for Morricone“ folgte ein musikalischer Höhepunkt: Das anspruchsvolle Werk entfaltete mit differenzierten Dynamiken und dem gefühlvollen Trompetensolo von Annette Enste eine Klanglandschaft, die besonders durch das Zusammenspiel von Bläsern und Percussion überzeugte. Auch gesanglich zeigte sich der Posaunenchor vielseitig. Mit „Unterwegs mit Gott“ sowie „Baba Yetu“, dem Vaterunser auf Suaheli, setzte das Ensemble emotionale Akzente. Beim gemeinsam gesungenen „Friede mit euch“ wurde das Publikum erneut eingebunden, bevor mit dem modernen Lobpreislied „Praise“ der offizielle Schlusspunkt gesetzt wurde.
Unter der Leitung von Rainer und Daniel Däschler, die sich auch für die intensive Probenarbeit verantwortlich zeichneten, präsentierte sich der Posaunenchor in hervorragender Form. Der lang anhaltende Applaus des Publikums führte zu zwei Zugaben, darunter das schwungvolle „Latino Hallelujah“, bevor der Konzertabend schließlich mit dem Abendchoral „Herr bleib bei mir“ stimmungsvoll ausklang.

