Kandidaten
Das Personal für die Landtagswahl steht

Im Wahlkreis Kirchheim rüsten sich neun Parteien für den Urnengang am 8. März. Der Wahlausschuss im Landkreis gibt Bewerbern grünes Licht.

Am 8. März wird in Baden-Württemberg gewählt. Foto: Markus Brändli
Am 8. März wird in Baden-Württemberg gewählt. Foto: Markus Brändli

Am 8. März ist Landtagswahl in Baden-Württemberg, und die Stimmzettel können seit heute gedruckt werden. Mit der Prüfung und Zulassung der eingesandten Wahlvorschläge hat der Kreiswahlausschuss unter Vorsitz von Landrat Marcel Musolf am Freitag den Bewerberinnen und Bewerbern im Kreis Esslingen formal den Weg zum Urnengang in acht Wochen geebnet. 

An den bisherigen drei Wahlkreisen Esslingen, Kirchheim und Nürtingen ändert sich bei der Wahl in diesem Jahr nichts. Neuerungen gibt es trotzdem: Wie schon bei den Kommunalwahlen darf erstmals auch bei Landtagswahlen im Südwesten bereits mit 16 Jahren gewählt werden. Neu ist 2026 auch die Einführung des Zwei-Stimmen-Wahlrechts. Wahlberechtigte entscheiden sich mit einer Stimme für den Direktkandidaten oder die Direktkandidatin im jeweiligen Wahlkreis. Die Zweitstimme gilt der Landesliste einer Partei, ähnlich wie bei der Bundestagswahl. Befürworter der Reform sehen darin vor allem mehr Chancengleichheit für kleinere Parteien. Kritiker befürchten ein Aufblähen des Landtags durch zusätzliche Mandate.

Im Wahlkreis Kirchheim gehen die beiden seitherigen Regierungsparteien mit unverändertem Personal an den Start. Bei den Grünen kämpft der Kirchheimer Landtagsfraktionschef Andreas Schwarz als Spitzenbewerber ums erneute Direktmandat. Für die CDU geht wie schon im März 2021 die Kirchheimer Abgeordnete Natalie Pfau-Weller ins Rennen. Einen bereits angekündigten Wechsel gibt es an der Spitze der Sozialdemokraten im Wahlkreis: Der Kirchheimer Andreas Kenner, der seit 2016 im Landtag sitzt, räumt nach zwei Wahlperioden seinen Bewerberplatz für die Weilheimer Politikwissenschaftlerin Tonja Brinks. Durchweg neue Gesichter gibt es auch bei der politischen Konkurrenz. Während die Hoffnungen der FDP auf der Kirchheimer Betriebswirtin Nicole Falkenstein ruhen, setzt die AfD auf den ebenfalls aus Kirchheim stammenden Rechtsanwalt Markus Berthold, der für die Rechtsaußen-Partei auch im Gemeinderat sitzt. Für die Linke kandidiert mit Anil Besli ein 30-jähriger Student aus Leinfelden-Echterdingen. Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) vertritt der Kirchheimer Informatiker und Stadtrat Heinrich Brinker. Bleiben zwei Splitterparteien, die auf Bewerber von außerhalb setzen: Marvin Clauß, 29-jähriger Doktorand aus Plochingen, wirbt für die paneuropäische Volt Deutschland. Für die Werte-Union, die sich vor zwei Jahren vom rechtskonservativen Verein innerhalb der CDU zur eigenständigen Partei entwickelt hat, tritt der Bankkaufmann Bernd Rieg aus Lichtenwald im Wahlkreis Kirchheim an. 

Die jüngste politische Kraft im Landkreis, die sich um einen Sitz im Landtag bewirbt, kommt übrigens aus dem Nachbarwahlkreis Nürtingen: Clara Schweizer, die als Studentin für die Grünen im Kreistag sitzt, ist 23 Jahre alt.

 

Die Bewerberinnen und Bewerber im Überblick

Wahlkreis 7 Esslingen: Andrea Lindlohr (Grüne), Andreas Deuschle (CDU), Nicolas Fink (SPD), Tobias Wirth (FDP), Stephan Köthe (AfD), Martin Auerbach (Die Linke), Anita Marinovic-Maticevic (Volt Deutschland)


Wahlkreis 8 Kirchheim: Andreas Schwarz (Grüne), Natalie Pfau-Weller (CDU), Tonja Brinks (SPD), Nicole Falkenstein (FDP), Markus Berthold (AfD), Anil Besli (Linke), Heinrich Brinker (Bündnis Sahra Wagenknecht), Marvin Clauß (Volt Deutschland), Bernd Rieg (Werte-Union)


Wahlkreis 9 Nürtingen: Clara Schweizer (Grüne), Maren Steege (CDU), Tim Reeth (SPD), Dennis Birnstock (FDP), Felix Schneider (AfD), Clara Meier (Linke), Raphael Fehlen (Volt Deutschland), Matthias Rogge (Werte-Union)