Freizeit
Das Wernauer Eisstadion startet in die Saison

Eröffnung Beginn der neuen Eiszeit in Wernau ist am 2. Oktober mit einem Tag der offenen Tür bei freiem Eintritt. Investiert wurde in eine neue Bandenanlage mit Verglasung und in die Lichttechnik. 

Rund 60000 Euro werden für eine neue Bande und neue Lichteffekte im Eisstadion Wernau investiert. Foto: Kerstin Dannath

Derzeit wird noch gewerkelt im Eisstadion Wernau: Nach über 40 Jahren wird die Bandenanlage getauscht. Allerhöchste Eisenbahn, wie Geschäftsführerin Heike Mack findet: „Die alte Bande war nach der langen Zeit nur noch Flickwerk.“ Man sei lange auf der Suche gewesen. Letztlich profitiert die beliebte Wernauer Freizeitanlage indirekt von den Olympischen Winterspielen 2026 in Italien, für die auch viele deutsche Arenen aufgerüstet werden.

„Aktuell werden viele Sportstätten renoviert, und wir haben uns schon sehr früh bei unseren Partnern auf eine Liste zur Abnahme einer gebrauchten Bandenanlage setzen lassen“, erzählt Mack. Partner ist in diesem Fall die in Südtirol beheimatete Fachfirma Engo, mit der die Wernauer schon seit vielen Jahren zusammenarbeiten. Die Spezialisten von Engo wurden beauftragt, in Weiden in der Oberpfalz eine neue Bandenanlage zu bauen. Die gebrauchte Bande bekommt ein zweites Leben in Wernau: „Um die Anforderungen des Deutschen Eishockeybundes zu erfüllen, mussten die Weidener aufrüsten, und wir profitieren davon“, sagt Mack. Eine neue Bande für Wernau zu kaufen, wäre finanziell nicht drin gewesen – die hätte mindestens 120.000 Euro gekostet. Nach oben gibt es laut der Geschäftsführerin keine Grenzen.

 

Künftig mehr Lichteffekte

Für die gebrauchte Bande inklusive Montage und Anpassungen investieren die Wernauer nun 40.000 Euro. „Jetzt haben wir auch endlich eine Verglasung und nicht nur ein Netz. Das ist für die Zuschauer optimal“, so Mack. Auch die Lichtanlage wurde nochmals um neue Effekte erweitert. Kostenpunkt: 20.000 Euro.

Der Saisonauftakt in Wernau am 2. Oktober von 15 bis 19.30 Uhr wird traditionell mit einem Tag der offenen Tür eingeläutet. Der Eintritt ist frei.

Wie immer wird während der Saison neben dem offenen Publikumslauf auch die große Bandbreite an Eissport geboten – sie reicht von Eisfußball, Eishockey über Eiskunstlauf bis zum Eisstockschießen. Auch können Grundschulen im Oktober und November die Halle in den Morgenstunden wieder kostenfrei nutzen. Freitags locken Eislaufdiscos. Obendrein gibt es seit 25 Jahren Eislaufkurse für Anfänger, Fortgeschrittene bis hin zum Leistungssport. Betreut werden die Kurse von Trainerin Gabi Gröger.

Dazu kann man die Eisbahn für Kindergeburtstage und Firmen­events mieten, etwa für Eisstockschießen statt traditioneller Weihnachtsfeier. In den Abendstunden wird meist Hockey gespielt. Insgesamt elf Hobbymannschaften nutzen das Angebot, darunter auch ein Team der US-Army.

„Damit sind wir als klassischer Nischenbetrieb sehr breit aufgestellt“, sagt Mack. Sie betreibt das Eisstadion seit 1998 als privater ­Inhaber zusammen mit Frank Schlesinger. Ihr Vater Ewald Mack hatte das Stadion 1979 mit einem Geschäftspartner gebaut und eröffnet.

Seit das Eisstadion 2012 zur Mehrzweckhalle umgebaut wurde, versuchen die Betreiber die Sommernutzung in Form von Messen, Konzerten, Flohmärkten oder Betriebsfeiern weiter auszubauen. „Leider ist die Auslastung eher mäßig“, bedauert Heike Mack.

 

Mehr Informationen gibt es unter www.eisstadionwernau.de und www.star-festival.de.