Engagement
Die ältere Generation fest im Blick

Der Kreisseniorenrat Esslingen präsentierte bei der Mitgliederversammlung die Aktivitäten und Projekte.

Köngen. Digitallotsen, Sicherheitsberater, Pedelec-Training, Selbstbehauptungskurse, die ärztliche Versorgung im Landkreis, Familiengespräche, Altersarmut – die Themenpalette, mit der sich der Kreisseniorenrat Esslingen (KSR) beschäftigt, ist breit. Bei der gut besuchten Mitgliederversammlung in der Zehntscheuer Köngen zeigten die beiden Vorsitzenden Renate Schaumburg und Gisela Rehfeld sowie weitere Vorstands- und Beiratsmitglieder auf, dass der Kreisseniorenrat die Sorgen und Alltagsprobleme der älteren Generation im Landkreis Esslingen im Blick hat. Unterstützung erfährt der KSR bei seinen Vorhaben durch Sponsoren, allen voran die Stiftung der Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen.

Als Partner eng an der Seite des KSR steht der Landkreis. Landrat Marcel Musolf dankte für die Zusammenarbeit und zeigte sich beeindruckt vom Engagement. Der KSR entwickle nicht nur Konzepte und Ideen, sondern sorge gleichzeitig dafür, dass es zu Angeboten komme. Die Seniorenvertretung sei in der Sozialplanung ein Motor für Beteiligung und den sozialen Zusammenhalt. Beleg dafür, dass der Kreistag die Arbeit des Ehrenamtes zu schätzen wisse, sei die Zustimmung zur Einführung des Ehrenamtspasses über alle Fraktionen hinweg. Seit dem 1. Januar ist dieser im Landkreis am Start, bereits 3400 Pässe wurden ausgestellt. Die rund 100 Angebote werden durch Partner aus dem privaten Bereich mit Vergünstigungen und ermäßigtem Eintritt bei Kultur- und Freizeiteinrichtungen ergänzt. 

Fit für die Herausforderungen der Digitalisierung

Auf einem guten Weg ist der KSR mit dem Digitallotsen-Projekt. Etwa 25 Personen haben bei der Landesmedienzentrale Schulungen besucht oder werden das tun. In mehreren Gemeinden werden sie ältere Menschen kostenlos fit für die Herausforderungen der zunehmenden Digitalisierung machen.

Zudem bereitet der Kreisseniorenrat neue Veranstaltungen zur Reihe „Berufsende in Sicht – Impulse für einen neuen Lebensabschnitt“ vor. Als sehr lebendig und erfrischend haben Renate Schaumburg und Gisela Rehfeld eine Veranstaltung „Demokratie leben“, zusammen mit dem Kreisjugendring, erlebt. Auch dazu soll es einen weiteren Austausch geben. Außerdem auf der Agenda stehen Kinotage und ein Kochkurs für trauernde Männer. Geplant ist auch der Aufbau einer Infoplattform für Mitglieder. Auf die großen Herausforderungen der demografischen Entwicklung im Land ging Heike Baehrens ein. Sie steht seit November an der Spitze des Landesseniorenrats. Am Tag der Pflege betonte sie die gesellschaftliche Verantwortung und nannte als wichtige Aufgabe, ausreichend Pflegekräfte zu gewinnen.