Im Rahmen der U18-Bundestagswahl haben sich Kinder und Jugendliche positioniert. Insgesamt haben 166.443 junge Menschen in 1812 selbst organisierten Wahllokalen ihre Stimme abgegeben. Und auch im Wahlkreis Nürtingen haben rund 500 junge Wählerinnen und Wähler den Gang zur Urne angetreten. Mit 19,79 Prozent aller Stimmen hat die SPD das Rennen gemacht. Im Wahlkreis Esslingen haben rund 1300 Jugendliche gewählt. Dort steht die AfD mit 23,24 Prozent der abgegebenen Stimmen hoch im Kurs, gefolgt von der CDU mit 21,23 Prozent. Im Wahlkreis Nürtingen folgt hingegen auf Platz zwei das Bündnis 90/Die Grünen mit 16,81 Prozent der abgegebenen Stimmen und auf Platz drei die CDU mit 15,96 Prozent. Die Linke und die AfD konnten noch 15,11 und 13,62 Prozent der jugendlichen Wählerinnen und Wähler von sich überzeugen. Die übrigen Parteien erreichten weniger als fünf Prozent. Bei einem Blick auf das bundesweite Gesamtergebnis entsteht schnell der Eindruck, dass wenig einheitlich gewählt wurde. Denn hier liegt Die Linke mit 20,84 Prozent aller Stimmen auf Platz eins. Danach folgen die SPD mit 17,92 Prozent, die CDU/CSU mit 15,74 Prozent, die AfD mit 15,45 Prozent und Bündnis 90/Die Grünen mit 12,51 Prozent der abgegebenen Stimmen.
Die U18-Wahl sei eine der größten außerschulischen Bildungsinitiativen in Deutschland, an der alle Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren, die sich in Deutschland aufhalten, teilnehmen konnten, heißt es auf der U18-Wahlseite des Bundesjugendrings. In der Woche vom 7. bis zum 14. Februar haben bundesweit viele Zehntausende junge Menschen gewählt. Durch die Wahl beschäftigten sie sich vor der eigentlichen Bundestagswahl mit dem politischen Geschehen und trafen ihre Wahlentscheidung, heißt es in der Pressemitteilung des Kreisjugendrings Esslingen. Die dadurch zusammengetragenen Wahlergebnisse sind jedoch nicht als repräsentativ zu verstehen.
Eines der 1812 Wahllokale war im Mehrgenerationenhaus Linde in Kirchheim aufgebaut. Florian Hill, der in der Linde sein FSJ absolviert, war mit von der Partie: „Die Stimmung war entspannt, keiner hat gehetzt.“ Es seien immer wieder Fragen zur Erst- und Zweitstimme aufgetreten, die von den Mitgliedern von „BePart!“, der Kinder- und Jugendbeteiligung der Stadt Kirchheim, beantwortet wurden. Außerdem gab es Infotafeln zu den einzelnen Parteien, so konnten sich die Jugendlichen belesen, bevor es in die Wahlkabine ging.

