Wie geht es in der Oberlenninger Ortsmitte weiter? Das war lange Jahre nicht klar. Jetzt sorgt die Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen (KSK) für den großen Wurf: Sie plant nicht nur eine neue Filiale an einem neuen Standort. Die Bank will mit mehreren Gebäuden die Schwelchergasse aufwerten – ein wichtiges Ziel des Sanierungsprojekts „Ortsmitte Oberlenningen“. Insgesamt sind Investionen in Höhe von 20 Millionen Euro vorgesehen.
Die Grundstücksverhandlungen waren äußerst intensiv und nicht einfach.
Bürgermeister Michael Schlecht
Im Gemeinderat stellten der Vorstandsvorsitzende Burkhard Wittmacher und Architekt Afshin Arabzadeh die Pläne vor. „Die Grundstücksverhandlungen waren äußerst intensiv und nicht einfach“, sagte Bürgermeister Michael Schlecht. Der Kauf des letzten für eine Neuordnung der Schwelchergasse erforderlichen Grundstücks habe Gespräche ermöglicht. „Mit der Kreissparkasse haben wir einen sehr guten Partner gewonnen“, so der Rathauschef.
Konkret ist Folgendes geplant: Der bestehende Bau der Kreissparkasse wird abgerissen. Als Pendant zum Marktplatz und Rathaus soll am Ende der Schwelchergasse neben dem Burgtobelweg eine neue KSK-Filiale entstehen. Im Erdgeschoss zieht neben der Kreissparkasse der Polizeiposten ein. Im Obergeschoss und in einem weiteren Baukörper über der Garage sind Wohnungen vorgesehen. Am Übergang der Schwelchergasse zur Amtgasse ist ein Ärztehaus beziehungsweise Gesundheitszentrum geplant. In der Mitte der Schwelchergasse soll ein kleiner Platz Aufenthaltsqualität bieten und den umgebenden Geschäften die Möglichkeit der Außenbewirtung eröffnen. Auf dem aktuellen Grundstück Schwelchergasse 7 soll ein kleinerer Baukörper entstehen. Sämtliche Erdgeschossflächen werden mit Funktionen belegt, die das öffentliche Leben fördern sollen.
„Das ist ein Standortbekenntnis für Lenningen“, sagte der KSK-Vorstandsvorsitzender Burkhard Wittmacher in Bezug auf den Neubau der drei Wohn- und Geschäftshäuser. Die Entscheidung sei aber auch Ausdruck des Vertrauens in eine gelingende städtebauliche Entwicklung der Oberlenninger Ortsmitte. Die Wohn- und Geschäftshäuser würden neben Gewerbeeinheiten nach aktuellem Stand 26 neue Wohnungen in die Ortsmitte bringen.
Der Gemeinderat zeigte sich sehr erfreut über die Entwicklung. Die Zusammenarbeit mit der KSK lasse auf eine erfolgreiche Realisierung hoffen. Laut Architekt Arabzadeh werden die Pläne jetzt vorangetrieben. Vor der Einreichung bei der Baurechtsbehörde braucht es noch das Okay des KSK-Verwaltungsrats. Vorgesehen ist, die Neubauten Zug um Zug zu erstellen. Der Architekt geht davon aus, dass mit dem Bau des ersten Gebäudes für die Filiale der Kreissparkasse Mitte 2026 begonnen werden kann.
Der Gemeinderat stimmte der Planung einer Neubebauung in der Schwelchergasse einmütig zu. Die gemeindeeigenen Grundstücke in der Straße werden an die KSK verkauft. Bei einer Enthaltung stellte der Gemeinderat den Entwurf des Bebauungsplans „Ortsmitte Oberlenningen“ fest, nachdem Tobias Wittrock die Stellungnahmen und Änderungen präsentiert hatte. So liegt der Bereich der Lauter nicht mehr im Geltungsbereich.
Die B 465 wird im Kurvenbereich aufgeweitet
Um die Verkehrssicherheit zu verbessern, wird die Straßenführung der B 465 im Kurvenbereich Amtgasse/Backhausstraße aufgeweitet. Sie soll dazu führen, dass Lastzüge in angemessener Geschwindigkeit gefahrlos aneinander vorbeifahren können, ohne auf den Gehweg auszuweichen. Der Gehweg wird auf 2,50 Meter verbreitert. Voraussetzung für die Aufweitung ist der Abbruch der gemeindeeigenen Gebäude Backhausstraße 1 und 1/1. Dazu ermächtigte der Gemeinderat die Verwaltung. Das Gremium stimmte der von Wolfgang Bürkle vorgestellten Entwurfsplanung für die Straßenführung zu, sodass sie in die Erschließungsplanung der Ortsmitte einfließen kann. pm/ank

