Weilheim. Ein Jahr lang ist die Mensa am Bildungszentrum Wühle (BZW) in Weilheim nun geschlossen geblieben. Der Betrieb hatte sich nicht mehr gelohnt, weil die Nachfrage war so gering war. Zum kommenden Schuljahr macht sie wieder auf – mit neuen Essensangeboten und einem veränderten Konzept. „Wir hoffen, dass die Mensa dadurch attraktiver wird und mehr Gäste kommen“, sagt Ulrike Schmid, Leiterin des Sachgebiets Kindergärten, Schulen und Jugend in Weilheim.
Zum einen soll das Essensangebot ausgebaut werden. Die Schüler können sich am Kiosk künftig Snacks und Getränke holen oder mittags spontan auf To-Go-Angebote wie Schnitzel- oder Leberkäswecken zurückgreifen. Angeboten wird zudem Pfandgeschirr. Aktionstage wie etwa Burger-Essen gehören ebenfalls zum neuen Konzept. „Wir möchten einfach ein flexibleres Angebot machen“, so Ulrike Schmid. Deshalb versucht die Stadt auch, kurzfristigere Essensbuchungen zu ermöglichen.
Neu ist zudem, dass sich Eltern bei der Aufsicht und eventuell der Essensausgabe engagieren, um das fest angestellte Mensapersonal zu unterstützen. Einmal im Jahr ist ein Runder Tisch mit allen Beteiligten geplant: „Wir wollen die Mensa stärker mit Flyern und Infos bewerben“, kündigt Ulrike Schmid an.
Das veränderte Konzept ist das Ergebnis einer Kooperation der Stadt mit dem Landeszentrum für Ernährung Baden-Württemberg. Eine Beraterin hatte die Räume, den Speiseplan und die Organsation der Weilheimer Mensa unter die Lupe genommen und eine Umfrage unter den Nutzern vorgenommen. Gelobt wurde dabei das abwechslungsreiche Essen, Kritik gab es an der mangelnden Flexibilität, etwa bei der Essensbuchung.
Erst vor fünf Jahren war die Mensa am BZW eingeweiht worden. So richtig punkten konnte sie aber nicht. Die Stadt hatte sich immer wieder bemüht, sie attraktiver zu gestalten und einen neuen Caterer verpflichtet, ein Kioskangebot und ein neues Bestellsystem eingeführt. Dennoch blieben die Gäste aus. Zu Beginn des vergangenen Schuljahres war nur noch für 18 Kinder Bedarf angemeldet worden. Bianca Lütz-Holcoh
