Blühende Streuobstwiesen, saftig grüne Hangbuchenwälder und weitläufige Wacholderweiden: Die natürliche Schönheit des Biosphärengebiets Schwäbische Alb lockt jedes Jahr hunderttausende Besucherinnen und Besucher in die Region. Doch die rund 85.000 Hektar große Fläche ist nicht nur ein beliebtes Ausflugsziel, sie ist auch die Heimat unzähliger Pflanzen, Tiere und Menschen. Ganze drei Jahre hat der vielfach ausgezeichnete Naturfotograf und Filmemacher Dietmar Nill damit verbracht, die verschiedenen Naturräume des Biosphärengebiets sowie dessen Bewohner mit der Kamera einzufangen. Das Ergebnis ist ein 90-minütiger Film mit dem Titel „Was die Alb uns erzählt. Die faszinierende Welt im Biosphärengebiet Schwäbische Alb“, der noch in diesem Sommer die Kinoleinwände Deutschlands erobern wird.
Ich denke, dass sich die Schwäbische Alb mit ihrer atemberaubenden Landschaft schon mit dem einen oder anderen Hollywood-Blockbuster messen kann.
Marion Leuze-Mohr, erste Landesbeamtin des Landkreises Esslingen
Bei der offiziellen Premiere auf dem Hohenneuffen bot sich den Gästen vor dem Kinostart die Gelegenheit, eine 30 Minuten lange Kurzversion des Films zu sehen. Trotz drückender Hitze war die Gaststätte der Festungsruine, die für diesen Abend zu einem Kinosaal umfunktioniert wurde, rappelvoll.
Zum Auftakt der Veranstaltung richtete sich die erste Landesbeamtin des Landkreises Esslingen, Marion Leuze-Mohr, mit einem Grußwort an das Publikum: Sie habe lange auf diesen Moment hingefiebert und freue sich sehr, die Gäste an diesem „geschichtsträchtigen Ort“ willkommen zu heißen. Neuffens Bürgermeister Matthias Bäcker könne aus Krankheitsgründen bedauerlicherweise nicht anwesend sein, lasse allerdings herzliche Grüße ausrichten.
Die Landesbeamtin nutzt die Gelegenheit, um sich bei Dietmar Nill für dessen Arbeit und Engagement zu bedanken. Sie sei jedenfalls schon überaus gespannt auf das Endresultat. „Ich denke, dass sich die Schwäbische Alb mit ihrer atemberaubenden Landschaft schon mit dem einen oder anderen Hollywood-Blockbuster messen kann“, witzelt Marion Leuze-Mohr.

Ebenfalls bei der Premiere zu Gast war Baden-Württembergs Umweltministerin Thekla Walker (Grüne). Besonderen Nachdruck verlieh sie in ihrer Rede der Bedeutung des Biosphärengebiets für die Region. Dass dieser „Natur- und Kulturschatz“ jetzt sogar einen eigenen Kinofilm bekommt, sei ein „echter Erfolg“. Sie hoffe, dass der Film die Geschichte des Biosphärengebiets, auch auch die Begeisterung für die Idee, „die hier 2008 entstanden ist und die sehr erfolgreich von vielen Menschen engagiert entwickelt wurde“, aus der Region heraustrage.
Auch der Star des Abends, Dietmar Nill, kam natürlich zu Wort und brachte es auf dem Punkt: „Die schwäbische Alb hat so geile Ecken.“ Dieses „Juwel“, das man hier vor der Haustür habe, habe es laut Nill allemal verdient, im Kino gezeigt und gesehen zu werden. Doch davon durfte sich das Publikum ganz einfach selbst überzeugen. Statt die Besucherinnen und Besucher länger auf die Folter zu spannen, hieß es: Film ab!
Eine neue Sicht auf die Heimat
Vertraut und doch ganz neu wirken die Aufnahmen, die in den anschließenden 30 Minuten die Blicke des Publikums an die Leinwand fesselten. Eindrucksvolle Luftaufnahmen machen die schönsten Naturkulissen des Biosphärengebiets – malerische Bäche, wolkenverhangene Täler und uralte Felsformationen – erlebbar und setzen historische Wahrzeichen der Region aus ungewöhnlichen Blickwinkeln in Szene.
Doch Dietmar Nill zeigt die Alb nicht nur von oben, er geht auch ganz nah heran. Er öffnet ein Fenster in die Welt der tierischen Bewohner des Biosphärengebiets, die dem Menschen zumeist verborgen bleibt. Schimmernde Libellen und bunte Vögel, aber auch Luchse, Biber und Fledermäuse zählen zu den vielen Arten, die der Naturfotograf für sein Projekt vor die Linse bekommen hat.

Der Kinofilm bietet jedoch nicht nur den Sehenswürdigkeiten sowie der örtlichen Pflanzen- und Tierwelt eine Bühne. Auch die Menschen, die vor Ort leben und arbeiten sind ein fester Bestandteil des Biosphärengebiets und kommen daher nicht zu kurz. Insgesamt ein Viertel des Films ist ihnen gewidmet.
Von den Zuschauerinnen und Zuschauern erntete die Vorstellung tosenden Beifall. Bevor das Buffett auf der Außenterrasse eröffnet werden durfte, wendete sich Dietmar Nill noch einmal an das Publikum und ermutigte dazu, die Schönheit des Biosphärengebiets nicht nur im Filmformat, sondern auch in Person zu genießen. „Wir haben es hier. Wir müssen nur rausgehen.“
Der Kinofilm „Was die Alb uns erzählt. Die faszinierende Welt im Biosphärengebiet Schwäbische Alb“ wird am 6. September um 19.30 Uhr zum ersten Mal in voller Länge im Open-Air-Kino in Mössingen zu sehen sein und wird im Anschluss auch in anderen deutschen Kinos erscheinen. Mehr Infos zum Film gibt es unter www.biosphaerengebiet-alb.de.

