Baudenkmal
Die Turn- und Festhalle in Oberlenningen feiert Jubiläum

Ein großes Fest für die Festhalle wird es nicht geben. Aber „irgendwas wird uns schon einfallen“, verspricht Bürgermeister Michael Schlecht. Eine der schönsten ihrer Art im ganzen Umland wird 100 Jahre alt.

Die denkmalgeschützte Turn- und Festhalle in Oberlenningen kann Jubiläum feiern. Foto: Carsten Riedl
Die denkmalgeschützte Turn- und Festhalle in Oberlenningen kann Jubiläum feiern. Foto: Carsten Riedl

„Vor 100 Jahren wurde in Oberlenningen die Turn- und Festhalle eingeweiht“, erklärte Lenningens Bürgermeister Michael Schlecht dem Gemeinderat und zeigte ein historisches Foto aus der Entstehungszeit. Darauf zu sehen ist auch das direkt angrenzende Freibad. „Das war bei der Einweihung am 7. November 1926 ebenfalls fertiggestellt, wurde aber erst im darauffolgenden Jahr erstmals mit Wasser gefüllt“, konnte der Schultes berichten. Etwas anderes fällt dem Betrachter des Fotos auf: „Die Bauwerke sind noch etwas alleine stehend und die Halle hatte einen Schießstand.“ Er bedauert, dass die Gemeinde keine Kapazitäten und Ressourcen habe, das Gebäude gebührend zu feiern. „Aber 100 Jahre sind 100 Jahre und unsere Halle ist eine der schönsten im Landkreis und darüber hinaus“, sagte er stolz und versprach: „Irgendwas wird uns schon einfallen, das außergewöhnliche Gebäude im Jubiläumsjahr zu würdigen.“

Die Papierfabrik Scheufelen hat das Ensemble gebaut und nach 20 Jahren an die damalige Gemeinde Oberlenningen übergeben. Bild und Informationen hat er der Recherche von Gabriele Mühlnickel-Heybach vom Kreisarchiv zu verdanken. ​​​​​​​Gemeinderat Kurt Hiller erinnerte daran, dass es einen alten Film über die Halle gibt. Das konnte Michael Schlecht bestätigen, der Streifen sei etwa zehn Minuten lang. Ebenfalls in dieser Zeit eingeweiht wurde der Kindergarten Tobelstraße, der damals als Gemeindehaus genutzt wurde. ih/Foto: Carsten Riedl