Köngen. Die Entscheidung der Wähler war eindeutig. Mit 68,71 Prozent hat Ronald Scholz die Bürgermeisterwahl am Sonntagabend in Köngen für sich entschieden. „Ich hätte es mir nicht träumen lassen, im ersten Wahlgang mit einem so deutlichen Ergebnis ausgestattet zu werden“, sagte Scholz, als ihm Johanna Fallscheer, Köngens stellvertretende Bürgermeisterin, zum Wahlausgang gratulierte.
Mit Ciprian Hoffmann, Michael Reichenecker, Tim Stober, Marcel Sersch, Anja Göttker, Gabriel Ileri und Carlo Keinrad hatte Ronald Scholz sieben Mitbewerber um das Amt des Rathauschefs. Mit 17,69 Prozent konnte Ciprian Hoffmann den zweiten Platz erreichen. Platz 3 ging an den Unterensinger Michael Reichenecker, der 6,42 Prozent der Stimmen erhielt. Platz 4 eroberte Tim Stober mit 3,09 Prozent der Wählerstimmen. Der junge Oberboihinger Marcel Sersch kam auf 0,38 Prozent, Gabriel Ileri erhielt 1,49 Prozent der Wählerstimmen, Carlo Keinrad konnte 0,47 Prozent der Wähler von sich überzeugen.
„Am heutigen Abend bin ich wirklich überrascht über das eindeutige Wahlergebnis. Damit habe ich nicht gerechnet“, sagte Ronald Scholz am Sonntagabend im Burgforum. Bei all der Freude über seine Wahl, vergaß Scholz nicht, sich auch bei seinen Mitbewerbern für den fairen Wahlkampf zu bedanken. Gestern war der frisch gewählte Köngener Bürgermeister zunächst einmal auf einer Fortbildung der evangelischen Landeskirche. „Ich werde aber jetzt tatsächlich dem Oberkirchenrat mitteilen, dass ich die Wahl annehme und werde dann mit meinem Arbeitgeber besprechen, wann ich freigestellt werde“, sagte Scholz. Auch mit dem Köngener Gemeinderat will er sich abstimmen, wann die Amtseinführung stattfinden kann.
Unter den Gratulanten war auch Scholz Vorgänger Otto Ruppaner, der heute Oberbürgermeister in Leinfelden-Echterdingen ist. Er fand es überraschend, dass das Ergebnis so deutlich ausgefallen ist, denn immerhin gab es sieben Mitbewerber. „Ich denke, man hat in den letzten Wochen gesehen, wer wie agiert hat und insofern überrascht mich das Ergebnis selbst nicht“, sagte Ruppaner. Dass sich so viele Menschen um das Amt bewerben, damit hätte Köngens Alt-Bürgermeister nicht gerechnet. Es sei aber schön, dass sich so viele Menschen dem demokratischen Akt stellen. Sylvia Gierlichs

