In der Hermann-Hesse-Straße in Ötlingen herrscht bereits am Vormittag reger Betrieb. Mit dampfenden Punsch- und Glühweintassen ausgestattet, arbeiten sich die Besucher langsam durch die Reihen an Pavillons, die rund um das evangelische Gemeindehaus aufgebaut sind. Am Grill der Jugendfeuerwehr steigen die ersten Rauchfahnen auf, während die Jugendlichen die Würstchen wenden und den nächsten Schwung auflegen.
Während im Gemeindehaus das „Zwergenkaffee“ startet, füllt sich der Saal mit Kindern und Eltern. An einem Tisch entstehen Scherenschnitte, an einem anderen kleine Holzaufsteller. Ein weiterer Bereich gehört der Fotoaktion der Kirchengemeinde: Jugendliche reichen Weihnachtsmützen und übergroße Brillen, richten die Verkleidungen kurz zurecht und lösen dann das Foto vor der Krippenszene aus. Die Ausdrucke landen wenige Sekunden später in den Händen der Familien.
Draußen füllen derweil Crêpes das Abi-Ball-Konto der Schüler der Jakob-Friedrich-Schöllkopf-Schule, während der Freundeskreis für Suchtkrankenhilfe „Lensa mit Spätzla ond Soida“ ausgibt. An den übrigen Ständen wechseln Selbstgemachtes und Kleinigkeiten die Hände: gestrickte Socken, Keramik, Holzfiguren, Floristik, Honig oder bunte Glasdeko.
Heimelige Atmosphäre
Für Pfarrer Christian Lorösch prägt das gemeinsame Engagement den Adventsmarkt. Viele Privatpersonen und Vereine wirkten mit, sagt er, und genau dadurch entstehe die heimelige Atmosphäre in Ötlingen. Seit bald 20 Jahren findet der Markt in dieser Form statt und hat sich zu einer festen Größe entwickelt. Der Gottesdienst mit Vikar Daniel Haardt, bei dem auch der Chor alla breve gesungen hat, gehört für ihn ebenso dazu wie die Begegnungen auf dem Platz.

