Beleuchtung
„Eine vernünftige Lösung, die nix koschd“

Der Dettinger Gemeinderat sieht keinen Bedarf am Fuß- und Radweg an der Lauter.

Der Dettinger Fuß- und Radweg am Triebwerkskanal ist vom Hochwasser unterspühlt und nicht ohne Grund abgesperrt. Foto: Carsten Riedl

Dettingen. Bürgermeister Rainer Haußmann wurde klar und deutlich: „Ständig ist das Gatter an den weiß-roten Baken, die den Fuß- und Radweg am Triebwerkskanal absperren, offen. Die Leute fahren dort trotzdem, und das ist scheißgefährlich. Leute, bleibt cool und fahrt einfach außen rum“, sagte er. Nicht erst seit dem Hochwasser, das für die kritische Situation gesorgt hat, ist die Gemeinde an der „Sache dran“. „Das Hochwasser war ein bissle schneller als wir. Aber die Faktenlage ist hochkomplex. Zig Behörden sitzen da mit am Tisch“, erklärte er, weshalb die Umsetzung nicht von heute auf morgen umgesetzt werden kann.

Weil der Weg zwischen den Lauterbrücken „Stelle“ und „Haldenstraße“ erneuert wird, stellte der Schultes dem Gemeinderat die Möglichkeit zur Diskussion, dort erstmals Straßenlaternen zu installieren. „Wir haben dort Streuobstbestände und Fledermäuse, die lichtempfindlich sind. Im Vorfeld sind daher naturschutzfachliche Abstimmungen nötig. Das ist eine Herausforderung, aber machbar. Deshalb die Frage: Brauchen wir das oder nicht?“, so der Schultes. Seine Antwort gab er gleich vorneweg. Das Geld sei knapp und werde in Zukunft noch knapper. Für Rainer Haußmann ist deshalb die Sache klar: „In der ,Stelle‘ können die Fußgänger bei Licht laufen, und am Fahrrad hat man ein Licht – das setze ich mal voraus – und kann am Kanal entlang problemlos fahren.“ Die Beleuchtung ist für ihn ein „Nice-to-have“ mit Naturschutzauflage und darum nicht notwendig.

Gleicher Ansicht waren auch die Mitglieder des neuen Gemeinderats. „Der Angstraum kann mit geringem Aufwand umgangen werden“, spielte Peter Beck auf den machbaren kleinen Umweg für Fußgänger über die „Stelle“ an. Auf die Frage von Maria Häfele, ob es Rückmeldungen aus der Bevölkerung gab, antwortete Markus Hack, Leiter Ortsbauamt: „Nein, aber im unteren Bereich beim Bauhof gibt es zwei zusätzliche Vorrichtungen. Das Geld ist im Haushalt eingestellt.“ Stefan Russ verwies auf mögliche Lichtbänder, falls es ein Geländer gibt, was jedoch auf wenig Gegenlieb stieß, und Ulrike Schweizer möchte gerne das Habitat dort erhalten. „Wir brauchen keine zusätzlichen Ausgaben“, sagte sie. „Jetzt haben wir was Vernünftiges gemacht – ohne dass es Geld koschd“, freute sich Rainer Haußmann.