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Für die Zukunft gut aufgestellt

Wirtschaft Das Unternehmen Elero ist mit dem Umzug von Beuren nach Schlierbach dem Ziel, ein Lean-Unternehmen zu werden, ein großes Stück nähergekommen. Von Cornelia Wahl

Helle, weite, lichtdurchflutete und technisch auf dem neuesten Stand ausgestattete Räume begrüßen die Menschen im Verwaltungsgebäude des Firmenkomplexes. Und von Hektik keine Spur, auch wenn Elero noch mitten im Umzug steckt. Seit Mitte August zieht die komplette Firma von Beuren nach Schlierbach um. Die Verwaltung, die Produktion und das Lager sind schon angekommen und einsatzbereit. „Die Kunststoffspritzerei kommt im November nach“, erzählt Axel Lamprecht, Leiter Marketing und Vertrieb bei Elero. Den Grund dafür nennt Produktionsleiter Dieter Patrick Loose: „Hierfür sind noch einige Vorbereitungen nötig.“

Der neue Standort an der Maybachstraße ist ideal, um den Gedanken des Lean-Unternehmens in die Praxis zu führen. „Lean“ steht dabei für eine schlanke Produktion, in der Produktionsfaktoren wie Planung, Organisation und Werkstoffe sparsam und bei möglichst geringem Zeitaufwand eingesetzt werden oder wie Geschäftsführer Enzo Viola es ausdrückt, „die Dinge zu vermeiden, die der Kunde nicht bezahlen will“. Die Voraussetzungen dazu bieten die 6 200 Quadratmeter Produktions- und Lagerfläche, das Verwaltungsgebäude mit 2 500 Quadratmetern, die Topografie und die Möglichkeit für Erweiterungen.

Die Wege sind kurz und die Abläufe durchdacht. „Die Durchlaufzeiten konnten drastisch gesenkt werden“, erzählt der Produktionsleiter. Von der Handfertigung bis hin zu voll automatisierten Arbeitsschritten findet man fast alles bei Elero. Zum Lean-Konzept zählen zudem eine gleichbleibend hohe Qualität und die Lieferzuverlässigkeit. Kundenaufträge werden innerhalb von 24 Stunden ausgeliefert. „Ständige Prozessoptimierungen sind nötig, um bei sehr guter Qualität und hoher Flexibilität marktverträgliche Herstellkosten zu ermöglichen“, sagt Enzo Viola. Diese Ansprüche will Elero an der neuen Firmenstätte ausschöpfen. Darüber hinaus stehen die Flexibilität und das schnelle Erfüllen von Kundenwünschen im Lastenheft.

Die Elero entwickelt und fertigt Antriebe, Steuerungen und Zubehör für Rollläden, Sonnenschutzsysteme, Rolltore und Linearantriebe für die Bereiche Fassadenbau, Industrie und Solartechnik und das ausschließlich in Deutschland. Die Hauptabsatzmärkte sind Deutschland, Österreich, die Schweiz und Frankreich.

Mit dem Neubau in Schlierbach sieht man sich für die Zukunft gut aufgestellt. „Die Menschen wollen immer weniger von Hand machen“, sagt Enzo Viola. Und er sieht auch die Herausforderungen, die der Markt mit dem Wunsch nach Vernetzungsmöglichkeiten und Steuerungen über Smartphone Apps mit sich bringt.

Derzeit ist das Unternehmen sehr gut ausgelastet. Flächendeckend arbeite man im Zwei-Schicht-Betrieb. Und Enzo Viola fügt hinzu: „Bevor wir einen dauerhaften Drei-Schicht-Betrieb fahren, denke ich über eine Kapazitätserweiterung nach.“

In das Werk Beuren zu investieren, wäre einem Neubau gleichgekommen. Und so machten sich die Verantwortlichen vor zwei Jahren auf die Suche nach einem neuen Standort. Gesucht wurde in einem Umkreis von 20 Kilometern, auch der Beschäftigten wegen. Die Gemeinde Schlierbach habe sich für die Ansiedlung offen gezeigt. Vom Ergebnis dürfen sich Bürgermeister Paul Schmid und der Gemeinderat Ende November überzeugen.