Gute Nachrichten für alle Badegäste: Das Freibad Wendlingen nimmt am heutigen Mittwoch, 20. August, den Betrieb wieder auf. Wie die Stadtverwaltung am Montag über ihre Social-Media-Kanäle, die Bürger-App und die städtische Webseite mitteilte, konnte der technische Defekt an der Wasseraufbereitungsanlage behoben werden.
Die Anlage war seit einem Chlorgasaustritt am frühen Sonntagmorgen außer Betrieb. Dabei wurde ein Alarm im Technikraum ausgelöst, woraufhin die Feuerwehr mit einem Großaufgebot anrückte. Dank des raschen Eingreifens konnte das ausgetretene Gas gebunden und die Situation unter Kontrolle gebracht werden. Besucher waren nicht gefährdet, verletzt wurde niemand. Dennoch musste das Freibad vorsorglich komplett geschlossen werden.
Die Stadtverwaltung hatte intensiv an einer Lösung gearbeitet, wie Romy Seidel mitteilt, die im Wendlinger Rathaus als Sachgebietsleiterin auch für das Freibad zuständig ist. „Wir hatten Glück, dass die beauftragte Fachfirma den Fehlercode per Fernwartung auslesen konnte.“ Am Dienstagmorgen konnte der Mitarbeiter des Unternehmens gleich mit den passenden Ersatzteilen vorbeikommen. Die beschädigten Teile wurden ausgetauscht. „Durch den Chlorgasaustritt war die Elektronik ausgefallen“, sagt Seidel. Um für mögliche weitere Störungen gewappnet zu sein, wurden die Ersatzteile jetzt auch vor Ort gelagert. „Ich bin superfroh, dass es so schnell geklappt hat und das Bad nun wieder öffnen kann“, so Seidel. „Wir hoffen, dass wir nun für die restlichen vier Wochen Freibadsaison einen störungsfreien Betrieb haben“, so Seidel.
Denn der Ausfall war bereits die zweite Störung in dieser Saison: Anfang Juli musste das Nichtschwimmerbecken wegen erhöhter Keimbelastung knapp zwei Wochen lang geschlossen bleiben. Schon damals bat die Stadt die Besucher um Verständnis und entschädigte mit freiem Eintritt.
Das Wendlinger Freibad war erst 2024 nach einer eineinhalbjährigen Sanierung wiedereröffnet worden. Neben der Erneuerung der Beckenfolie und der Modernisierung der Technik wurde im Nichtschwimmerbereich auch der Strömungskanal durch Sprudelliegen mit Massagedüsen ersetzt. Die modernisierte Technik zahlt sich nun aus: Ohne Digitalisierung wäre der Fehler wohl nicht so schnell entdeckt worden. Dennoch soll das Bad und vor allem die Technik, wenn es im September in die Winterpause geht, noch mal gründlich überprüft werden. „Nach der Saison stellen wir die gesamte Technik auf den Kopf und überprüfen alles“, verspricht Seidel. So eine Badesaison soll es nicht mehr geben.

