Mobilität
Fußgänger und Radfahrer sind beim Land im Fokus

Die Kommunen im Wahlkreis Kirchheim planen mehr Rad- und Fußwege. Das Land Baden-Württemberg unterstützt sie finanziell bei den Vorhaben. Auf Dettingen und Weilheim kommen in den Genuss der Gelder.

Die Schilder weisen den Radfahrern den Weg. Foto: Jörg Bächle
Die Schilder weisen den Radfahrern den Weg. Foto: Jörg Bächle

Das Landesministerium für Verkehr in Baden-Württemberg unterstützt bis 2030 Städte und Gemeinden beim Bau sicherer Rad- und Fußwege und stellt dafür insgesamt rund 500 Millionen Euro zur Verfügung für knapp 1000 Maßnahmen mit einem Investitionsvolumen von über einer Milliarde Euro.

Städte, Gemeinden und Landkreise in Baden-Württemberg investieren kräftig in bessere Bedingungen für Radfahrende und Fußgängerinnen und Fußgänger. Neue Radwege sowie breitere und barrierefreie Gehwege sollen gleichzeitig die Lebensqualität und Verkehrssicherheit vor Ort verbessern.

Die beiden Landtagsabgeordneten des hiesigen Wahlkreises, Dr. Natalie Pfau-Weller (CDU) und Andreas Schwarz (Grüne), freuen sich, dass gleich mehrere Projekte „ihrer“ Kommunen in das Förderprogramm aufgenommen worden sind. Dazu zählt Dettingen mit dem Neubau der Geh- und Radwegunterführung am Bahnhof sowie dem Neubau der Rad- und Fußgängerbrücke über die Lauter und der Modernisierung beziehungsweise dem Neubau des Fuß- und Radwegs. In Weilheim sind es die Radabstellanlagen.

In Hochdorf ist es der Ausbau der Radwegeverbindung von Hochdorf nach Weiler, einem Ortsteil von Ebersbach im Landkreis Göppingen. Dazu kommt auch der Ausbau des Radwegenetzes in der Reichenbacher Straße. Die Stadt Plochingen baut eine Radwegeverbindung von der Filstalroute Nord über das Baugebiet Lettenäcker II zum Ortsteil Stumpenhof.

In Köngen wird der innerörtliche Radverkehr auf Basis des Mobilitätskonzepts und der Ausbau eines Gehwegs im Rahmen der Leitungs- und Straßensanierung in der Steinbruchstraße mit einer Verbreiterung auf 2,10 Meter verbessert.

Im aktuellen Förderprogramm für die kommunale Rad- und Fußverkehrsinfrastruktur sind sowohl neue Projekte für dieses Jahr als auch bereits laufende Maßnahmen enthalten. Seit der letzten Programmfortschreibung 2025 wurden 169 neue Vorhaben mit einem Gesamtvolumen von rund 200 Millionen Euro aufgenommen.

Dr. Natalie Pfau-Weller (CDU) erklärt dazu: „Die Unterstützung der Kommunen durch das Land ist ein wichtiger Beitrag für noch mehr Sicherheit für Radfahrer, Fußgänger und für unsere Kinder auf dem Schulweg. Gleichzeitig befördern die Maßnahmen den Klimaschutz.“ Ihr Landtagskollege und Fraktionsvorsitzender der Grünen, Andreas Schwarz, ergänzt dazu: „Der Ausbau sicherer und attraktiver Wege hat im ganzen Land weiterhin sehr hohe Priorität. Genau dabei helfen wir – mit einer verlässlichen Förderung für bessere Radwege, sichere Querungen und attraktive Ortsmitten.“ pm

 

Das Land unterstützt die Kommunen

Die Förderung für mehr Rad- und Fußwege erfolgt über das Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (LGVFG). Damit unterstützt das Land Städte, Gemeinden, Landkreise und Verkehrsunternehmen beim Ausbau ihrer Infrastruktur. Die Abwicklung der Förderung übernehmen die vier Regierungspräsidien in Baden-Württemberg. Sie beraten Vorhabenträger, prüfen eingehende Anträge und erteilen Bewilligungen. In der Regel übernimmt das Land 50 Prozent der förderfähigen Kosten, bei besonders klimafreundlichen Projekten sogar bis zu 75  Prozent.

Die Fördermittel kommen in fast allen Stadt- und Landkreisen an. Geplant und umgesetzt werden unter anderem neue und sichere Radwege, breitere und barriereärmere Gehwege, sichere Querungen und Fußgängerüberwege, Fahrradstraßen in Städten, Abstellanlangen an Bahnhöfen und Schulen sowie touristische Radrouten. Insgesamt planen die Kommunen in den kommenden Jahren den Bau von rund 640 Kilometern neuen Radwegen sowie über 20.000 zusätzliche Fahrradabstellplätzen.

Ein Teil der Maßnahmen gehört zum „RadNETZ Baden-Württemberg“. Es verbindet wichtige Ziele im Land und sorgt für einheitliche Qualitätsstandards. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Verkehrssicherheit: Viele Projekte sorgen für bessere Wegeführungen, sichere Querungen und mehr Platz für alle, die zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind. Das LGVFG-Programm wird jährlich vom Verkehrsministerium auf Grundlage der Vorschläge der Regierungspräsidien fortgeschrieben.