Badende hatten am Sonntagvormittag die beiden toten Hechte entdeckt und daraufhin die Polizei verständigt, die mit einer Streife vor Ort war und zudem Bissingens Bürgermeister Jens Fritz informierte. Am Tag danach berichtet er auf Nachfrage von dem Vorfall am gut besuchten See, an dem er sich am Sonntag selbst ein Bild von der Lage machte.
„Ich habe einen der beiden für Bissingen zuständigen Fischereipächter informiert, der schnell vor Ort war und zwei große, tote Hechte aus dem Wasser geholt hat. Weitere Fische sind den bisherigen Erkenntnissen zufolge nicht betroffen“, erklärt Jens Fritz. Das Wasser sei beprobt worden – was ohnehin sehr regelmäßig geschehe – „eine Gefahr für die Gesundheit der Badegäste bestand zu keiner Zeit.“
Keine Gesundheitsgefährdung
In Absprache mit der Unteren Naturschutzbehörde des Esslinger Landratsamts, dem Bissinger Feuerwehrkommandanten, der Polizei und dem Fischereipächter habe man letztlich entschieden, dass eine Sperrung des Sees derzeit nicht notwendig sei. „Das Problem waren die extremen Temperaturen der letzten eineinhalb Wochen. So hat sich der See, der selbst keinen Zufluss hat, aufgeheizt. Eventuell war auch der Sauerstoffgehalt dadurch bedingt zu gering“, vermutet Fritz. Man hoffe nun auf etwas Abkühlung und Regen in den kommenden Tagen, sodass sich die Lage wieder normalisiere. „Wir beobachten das weiter. Aktuell besteht im Rücksprache mit den zuständigen Behörden kein weiterer Handlungsbedarf. Weitere tote Fische sind derzeit keine bekannt und die erfolgten Wasserproben weisen keine Auffälligkeiten auf“, so der Bürgermeister.
Bei extremen Wetterlagen wie jener der vergangenen Tage komme das in Gewässern ohne Zulauf wie dem Bissinger See leider immer mal wieder vor, dass Fische verenden. „Sollten das je noch mehr werden, werden wir entsprechend handeln“, betont Jens Fritz, „aktuell gibt es aber keine Anzeichen dafür.“

