Ein eigenes, autonomes Nahwärmenetz für Holzmaden ist möglich. Manuel Stehle vom Ingenieurbüro EfU aus Horb hat dem Gemeinderat das Konzept erklärt, das bereits im April auf einer Bürgerversammlung präsentiert worden war. Die Planer schlagen konkret ein Gelände im Industriegebiet an der Aichelberger Straße vor, das für die Kombination Photovoltaik und Eisspeicher geeignet ist. Von dort sollen die maximal 768 Gebäude mit einem Gesamtwärmebedarf von 24,5 GWh versorgt werden. Die Trassenlänge der Wärmeleitungen von der Erzeugung bis zu den Häusern würde 11,5 Kilometer betragen, die Anschlusskosten bei rund 10.000 Euro pro Haushalt liegen. Bei den Kosten hält Stehle 13 Cent/kw für realistisch. Die Gesamtinvestition wird mit 22,5 Millionen Euro veranschlagt, abzüglich der Förderung blieben noch 13,5 Millionen Euro. Dafür braucht es einen Investor, der wiederum eine Anschlussquote von mindestens 50 Prozent benötigt. Es gebe einen konkreten Interessenten, so Stehle. Ans Netz gehen könnte die Anlage 2030. Die Verwaltung bleibe an dem Thema dran, so Bürgermeister Schepp.
Holzmaden: Der Entwurf für ein eigenes Nahwärmenetz steht

