Einen welschen Hahn zu braten Sobald er (der Truthahn) gestochen ist, schlägt man ihm noch warm die Brust ein, legt ein altes Tuch darauf, damit das Fleisch keine Löcher bekommt, rupft ihn alsdann. Wann er gebrüht ist, so nehm ihn noch warm aus. Am Kopf muß man acht geben, damit die Haut nicht losgeschelt wird. Alsdann klopft man ihn aus und haut die Füße halb ab. Soll eine Füle darein kommen, so werden zwey Eyer gebachen (bedeutet wohl: hart gekocht). Wann sie kalt sind, so werden sie nebst der Leber, einem Stückle Spek, Zwiebeln und Peterling klein gehakt und zu einem Kreuzerweken in das Wasser eingeweicht. Wann es weich ist, so druke ihn aus und verdämpfe in ihm ein Stükle Butter und das alles mit vier Eyer angerührt. Salz, Muscatennuß darein getan, dann fülle den Kropf damit. Ist etwas über, so wird es vollends in den Bauch gethan, alsdann werden beide Theil zugenäht. Zwekle ihn auf, reibe ihn mit Salz und Pfeffer ein, den Kopf und die Brust mit Spek belegt. Alsdann binde ihn in ein mit Butter bestrichenes Papier und brate ihn am Spies. Er braucht aber drein Stund, bis er fertig ist. Ehe man ihn auf den Tisch bringt, so steke ihm einen Lorbeerstrauch in den Schnabel, und die Brust wird mit einigen Zitronenschnitten belegt.
Kochen à la Johanna Christina Mauchart
