Unter dem Motto „bunt statt blau“ hatten sich im Frühjahr bundesweit mehr als 6000 Schülerinnen und Schüler am bundesweiten Plakatwettbewerb der DAK-Gesundheit gegen das Rauschtrinken bei Jugendlichen beteiligt. In Baden Württemberg kommt das beste Plakat für die Präventionskampagne der Krankenkasse von der 16-jährigen Asya Kayra Gölgeci aus Nürtingen. Sie setzte sich gegen 270 Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch und wurde jetzt zusammen mit den weiteren Landessiegerinnen und -siegern in Stuttgart geehrt.
Der Ex-Nationaltorhüter und VfB-Legende Timo Hildebrand als Botschafter der Kampagne gratulierte der frisch gebackenen Titelträgerin persönlich. Zusammen mit DAK-Landeschef Siegfried Euerle übergab er allen Preisträgerinnen und Preisträgern Urkunden und Siegerschecks. „Als verantwortungsvoller Vater, eines 14-jährigen Sohnes möchte ich auf dieses Thema aufmerksam machen und frühzeitig über die Folgen und Gefahren des Komatrinkens aufklären“, sagt Botschafter Timo Hildebrand.
„Dieses Bild habe ich gemalt, um zu zeigen, dass niemand in schwierigen Momenten allein ist. Besonders bei einer Alkoholvergiftung ist es entscheidend, Hilfe zu holen – ein Anruf kann Leben retten“, sagt die glückliche Landessiegerin Asya Kayra Gölgeci zu ihrer Motivation, am Wettbewerb der DAK-Gesundheit in Baden-Württemberg teilzunehmen. „Die Welt ist nicht nur kalt und dunkelblau, auch wenn es sich manchmal so anfühlt. Es gibt Menschen, die einem helfen können, die Farben der Welt zu erkennen und Wärme zu geben, wenn es einem schlecht geht. Wichtig ist, dass man weiß, dass man nie allein ist. Statt in Traurigkeit, Verzweiflung und Gefühlen der Wertlosigkeit zu versinken, ist es wichtig, den Mut zu haben, Hilfe zu suchen und anzunehmen. Die Schönheit der Welt und die Empathie der Menschen können dabei helfen, aus dieser kalten, dunkelblauen Welt herauszufinden.“
Zahlen leicht rückläufig
Laut Zahlen des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg mussten 2024 1000 Kinder und Jugendliche nach einem akuten Alkoholrausch im Krankenhaus behandelt werden, darunter 522 Jungen und 478 Mädchen. Im Vergleich zum Vorjahr war das ein Rückgang um rund vier Prozent. „Es ist ein gutes Zeichen, dass immer weniger junge Menschen nach dem Rauschtrinken im Krankenhaus behandelt werden müssen. Aber jeder junge Mensch mit einer akuten Alkoholvergiftung ist einer zu viel. Fakt ist: Noch immer trinken viele Jugendliche sprichwörtlich, bis der Arzt kommt. Deshalb setzen wir weiter auf Aufklärung und führen unsere erfolgreiche Präventionskampagne fort“, sagt DAK-Landeschef Siegfried Euerle.
Im Mai wählt eine Bundesjury mit dem Sucht- und Drogenbeauftragten der Bundesregierung Prof. Dr. Hendrik Streeck, dem DAK-Vorstandschef Andreas Storm und Leiter des Kieler Instituts für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord) Prof. Dr. Reiner Hanewinkel die Bundesgewinnerinnen und Bundesgewinner. Die Siegerehrung findet am Dienstag, 2. Juni, in Berlin statt. Weitere Informationen gibt es online unter www.dak.de/buntstattblau. pm

