Wirtschaft
Lamm-Wirte: „Wir sind wieder mit dem Auto erreichbar“

Die Ortsdurchfahrt von Hepsisau ist wieder befahrbar. Darüber sind besonders die Wirte des Gasthauses „Lamm da Tina“ erleichtert. Denn sie hatten Umsatzverluste zu verzeichnen.

Sie hoffen bis Jahresende auf eine Normalisierung des Betriebs: Tina Groccia und Cosimo Bresci. Foto: Thomas Zapp

Die Ortsdurchfahrt in Hepsisau ist wieder durchgehend befahrbar, und das freut zwei Menschen ganz besonders: Tina Groccia und Cosimo Bresci. „Wir sind wieder mit dem Auto erreichbar“, sagt Cosimo Bresci erleichtert. Seine Frau Tina Groccia ist die Inhaberin des Gasthofs „Lamm da Tina“ an der Hauptstraße im oberen Teil des idyllisch gelegenen Teilorts von Weilheim. Im Mai 2022 hat sie das Traditions­lokal übernommen und wird tatkräftig von ihrem Mann unterstützt, der je nach Schicht in seinem anderen Job vormittags oder nachmittags im Restaurant mithilft. Im Oktober fingen dann die Bauarbeiten an.

Die fast dreijährige Baustelle, in der die Hauptstraße nicht durchgehend befahrbar war, habe ihnen Umsatzeinbußen bis zu 60 Prozent beschert, sagt Cosimo Bresci. Der Hauptgrund war die schlechte Erreichbarkeit mit dem Auto. „Es gab die Möglichkeit, am Rathaus zu parken, aber das war vielen zu weit“, sagt er. Viele der Kunden, die teilweise aus Göppingen, Ulm oder Stuttgart kommen, seien schon älter. Für dieses Publikum sind erreichbare Parkplätze vor dem Haus wichtig. Auch habe es Porschefahrer gegeben, die nicht über die Umleitungen auf den teils schmalen und schmutzigen Feldwegen fahren wollten.  

Was auch wegfiel, seien die Ausflügler gewesen, die auf die Schwäbische Alb fuhren, fügt Cosimo Bresci hinzu. Auf die muss er weiterhin verzichten, denn oberhalb vom Michaelshof bleibt die Steige Richtung Ochsenwang mindestens noch bis Herbst kommenden Jahres gesperrt (der Teckbote berichtete). 

Solche Probleme haben die Wirte nicht alleine. Generell gehören notwendige Infrastrukturmaßnahmen zum unternehmerischen Risiko, zumal sie langfristig auch eine Verbesserung bringen. 

 

„Regelmäßig informiert“

„Die Stadtverwaltung Weilheim hat den Ortschaftsrat und die Bürgerschaft beim Bauvorhaben zur Sanierung der Ortsdurchfahrt von Beginn an mit ins Boot genommen. So haben wir einerseits über Bürgerinformationsveranstaltungen und andererseits stets zeitnah über den Beginn neuer Bauphasen und über Baufortschritte, aber auch über Verzögerungen informiert“, heißt es bei der Stadt Weilheim. Zusätzlich seien die in den jeweiligen Bauabschnitten betroffenen Anwohner direkt über Wurfzettel informiert worden, wenn beispielsweise die Zufahrt zum Haus für einen Zeitraum nicht möglich war.

„Insbesondere die Betreiber des Restaurants ,Lamm da Tina‘ haben wir und die ausführenden Unternehmen, teils sogar regelmäßiger als andere Anwohner, über das Geschehen auf der Baustelle telefonisch und auch persönlich informiert und standen im regelmäßigen Kontakt“, teilt Weilheims Sprecherin Stefanie Halmel mit. In den knapp drei Jahren hat die Stadt rund vier Millionen Euro in die Straße investiert und bei der Gelegenheit auch noch Brücken saniert.

Immerhin habe man die Kos­ten für Wasser stunden können, sagt Tina Groccia. „Ich hab das Gefühl, dass jetzt etwas gehen muss“, sagt Cosimo Bresci. Sonst werde es schwer, das Jahr durchzustehen. In ihrer Küche und den insgesamt rund 60 Plätzen in der urigen Gaststube und im gemütlichen Innenhof setzen sie auf persönlichen Service und hohe Qualität bei den Zutaten wie Steinbutt und Seezunge oder Fleisch, das sie eigens aus Italien kommen lassen.

Info: Das Lamm da Tina befindet sich in der Hauptstraße 23 in Hepsisau. Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag von 11.30 bis 14 Uhr und 18 bis 21.30 Uhr, Montag 11.30 bis 14 Uhr, Dienstag Ruhetag.