Ich habe gewartet, ob heute was kommt“, spielte Lenningens Bürgermeister Michael Schlecht bei der jüngsten Gemeinderatssitzung auf die Wettervorhersage an, die punktuelle Gewitter vorausgesagt hatte. Da nahezu kein Wölkchen am Himmel zu sehen war, hat er sich schweren Herzens dazu entschlossen, alle Grillstellen auf Lenninger Markung abzusperren – und somit das Grillen komplett zu verbieten.
„Mir bleibt nichts anderes übrig, als diese Entscheidung zu treffen. Es ist zu gefährlich, bei diesen extremen Temperaturen Feuer zu entfachen. Es ist schlicht und einfach zu trocken. Wir machen das jetzt so wie zu Corona-Zeiten“, erklärte er. Bevor er sich zu diesem Schritt entschlossen hat, fanden auch Gespräche mit den Rangern auf der Alb statt.
Damit will Michael Schlecht die Waldbrandgefahr reduzieren, ebenso Flächenbrände auf den ausgedörrten Wiesen. Die derzeit herrschende Trockenheit, einhergehend mit hohen Temperaturen, sorgt dafür, dass sich Pflanzen leicht entzünden. Offenes Feuer – wie es beim Grillen unumgänglich ist – erhöht das Risiko erheblich, dass sich Funken oder Glut ausbreiten und zu einem Brand führen. Aus Sicherheitsgründen und zum Schutz der Natur hat sich Michael Schlecht zu diesem Schritt entschieden.
„Was die Menschen in ihrem eigenen Garten machen, bleibt ihnen überlassen“, so der Schultes. Doch auch hier ist umsichtiges Verhalten angesagt. Erst vor wenigen Tagen brannten auf einer Länge von rund 50 Metern entlang der Jesinger Ortsdurchfahrt Hecken ab. Funkenflug vom Grill durch Wind setzte die leicht entzündlichen Harze der Thuja-Hecke in Brand. Meterhohe Flammen waren die Folge, die beim Eintreffen der Feuerwehr drohten, auf die Häuser überzugreifen. Dies konnte verhindert werden, allerdings brannten einige Gartenhütten nieder.

