Frickenhausen. „Das zeigt, dass es sich nicht lohnt“, sagt Bürgermeister Simon Blessing. Wer über die Stränge schlägt, müsse die Konsequenzen tragen. Froh ist der Schultes, dass die mutmaßlichen Vandalen, die unter anderem aus purer Lust an der Zerstörung in der Tiefgarage in der neuen Ortsmitte Dämmungs- und Schallschutzplatten zerschlagen hatten, nun geschnappt sein sollen. Dabei war ein Sachschaden zwischen 3000 und 4000 Euro entstanden.
Drei Jugendliche gelten nun als Tatverdächtige, berichtet der Schultes von seinen Erkenntnissen. Nur einer stamme aus dem Ort, einer komme ebenfalls aus dem Täle, einer von den Fildern. Wer aus dem Trio genau welche Schuld auf sich geladen habe, wisse er bisher nicht. Die Polizei bestätigt die Erkenntnisse des Bürgermeisters. Laut Sprecher Michael Schaal handelt es sich bei den drei Tatverdächtigen um Jugendliche im Alter von 14 und 15 Jahren. Gegen sie werde Anzeige erstattet wegen Sachbeschädigung.
Und wie kam man den vermeintlichen Vandalen auf die Schliche? Der Presse-Bericht im Januar habe unter anderem zu einer Sensibilisierung der Bevölkerung geführt, sagt Blessing. Im Ort wurde er oft darauf angesprochen, viele Gespräche wurden geführt. Die Folge: „Sie wurden aus dem eigenen Dunstkreis verpfiffen.“
Polizeisprecher Schaal bestätigt auch das: „Zeugenhinweise führten uns auf die Spur.“ Und wie es so oft ist: Der Fluch der großen, schlechten Tat ist so mächtig, dass andere Delikte scheinbar auch noch gleich geklärt werden konnten, so Blessing. Schließlich hatte es in Frickenhausen weitere Fälle von Vandalismus gegeben. Auch im Umfeld des Schulzentrums. Und unter anderem waren an Silvester Autospiegel abgetreten worden. Die Gemeinde, so Blessing, hat ebenfalls Anzeige erstattet: „Wir verfolgen das gnadenlos.“ Denn diese Sachbeschädigungen seien keine Dummejungenstreiche mehr gewesen. Andreas Warausch

