Ausflugsziel
Rätseln im Lenninger Maislabyrinth

Das Maislabyrinth am Sulzburghof in Lenningen hat wieder geöffnet. In diesem Jahr fordert Landwirt Michael Kuch die Besucher heraus, eine versteckte Botschaft zu entziffern.

Das Maislabyrinth punktet durch seine idyllische Lage am Fuß der Schwäbischen Alb. Foto: Carsten Riedl

Mit der Gewinnspielkarte in der Hand geht es unter dem hölzernen Eingangstor hindurch und ab ins grüne Gewirr. Im Nullkommanichts verschlingt das Feld die neugierigen Besucher: Erneut hat Landwirt Michael Kuch seinen Maisacker auf dem Sulzburghof bei Lenningen in einen verwinkelten Irrgarten verwandelt.  

Um zum Labyrinth zu gelangen, muss zunächst der Hof durchquert werden. Nach einem kleinen Marsch den Hang hinauf ist der Irrgarten auch schon in Sichtweite. „Herzlich willkommen zu unserem Maislabyrinth“, grüßt ein Schild die ankommenden Gäste. 

Am Eingang ein paar Meter weiter gibt eine Infotafel Auskunft über die Preise und Regeln. Kinder ab vier Jahren zahlen für den Eintritt zwei Euro; für Erwachsene fällt ein Eintrittsgeld von drei Euro an. Michael Kuch zeigt Vertrauen in seine großen und kleinen Gäste: Er verlässt sich darauf, dass selbst ohne Kontrollen ordnungsgemäß bezahlt wird.

Auch ein Stapel Gewinnspielkarten wartet am Eingang auf Abholung, denn in diesem Jahr hat sich der Landwirt für sein Labyrinth etwas ganz Besonderes ausgedacht. Statt wie üblich nur den Weg hinaus zu finden, wartet auf die Besucher diesmal eine etwas anspruchsvollere Herausforderung: Es gilt, eine rätselhafte Botschaft zu entziffern, die sich im Labyrinth versteckt hält.

In diesem Jahr ist das Labyrinth so groß wie noch nie zuvor: Rund 140.000 Maispflanzen wurden auf etwa einem Hektar Ackerfläche gepflanzt. Schmale Pfade schlängeln sich durch das Gelände, links und rechts von den teilweise bis zu drei Meter hohen Maisstauden umschlossen. Dabei ist nichts dem Zufall überlassen. Jede Biegung, Ecke und Sackgasse zeichnet ein Bild. 

Insgesamt 19 Stationen sind im Maisfeld versteckt. Markiert sind sie durch einen Holzpfahl und ein laminiertes Schild mit der entsprechenden Nummer. Jeder Station ist ein Buchstabe zugeordnet. In der richtigen Reihenfolge angeordnet, ergeben sie den Lösungssatz.

Wer auf den Schildern nach den Buchstaben Ausschau hält, wird jedoch vergebens suchen. Ganz so einfach macht es Michael Kuch den Gästen nicht. Stattdessen hat er seinem Labyrinth einen ungewöhnlichen Haarschnitt verpasst und seine Botschaft kurzerhand hineingemäht. So bilden die Pfade um jede Station einen Buchstaben, der beim Durchqueren des Irrgartens wortwörtlich abgelaufen werden kann.

Möchte man sich einen Überblick verschaffen oder auch nur die traumhafte Aussicht auf die umliegende Landschaft genießen, kann man sich einen Moment auf der Aussichtsplattform in der Mitte des Feldes ausruhen. Mogeln ist aber nicht drin: Vom Aussichtspunkt aus lässt sich die Lösung selbstverständlich nicht einfach ablesen. Ist das Rätsel gelöst und das Labyrinth durchlaufen, wird der Gewinnspielschein in die Kiste am Eingang eingeworfen. Gäste, die die Botschaft korrekt entziffert haben, können mit etwas Glück einen von mehreren Preisen gewinnen. 

Ursprünglich ist die Idee, auf dem Hof ein Labyrinth anzulegen, im gemeinsamen Urlaub mit seinen Kindern entstanden, erzählt Michael Kuch. Mittlerweile ist aus diesem Einfall eine langjährige Tradition geworden.

Auch in diesem Jahr zieht das Labyrinth wieder reichlich Publikumsverkehr auf den Hof. Am Eröffnungstag sind rund 300 kleine und große Entdecker durch das Labyrinth geirrt, schätzt der Landwirt. In der gesamten Saison rechnet er mit etwa 1000 Gästen. „Besonders für Familien ist es einfach ein tolles Ziel. Es ist schön, Landwirtschaft auf diese Weise erlebbar zu machen.“ 

Bis zur Ernte, die voraussichtlich Mitte September stattfinden wird, hat das Labyrinth Dienstag bis Sonntag von 8 bis 18 Uhr geöffnet.