Am Sonntag, 21. Juni, radeln Menschen aus allen Himmelsrichtungen nach Stuttgart. Unter dem Motto „Die Zukunft fährt Rad“ erwartet das Sternfahrt-Bündnis aus ADFC, DGB, VCD, Fridays for Future, Bike Bridge und Kidical Mass tausende Radfahrende aus dem ganzen Land. Von zwölf Startpunkten radeln die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über mehrere Bundesstraßen zum Karlsplatz in Stuttgart, wo alle Bündnispartner auf der zentralen Abschlusskundgebung um 15.30 Uhr sprechen werden.
Die Sternfahrt ist sowohl politischer Protest als auch ein erlebbares Zeichen für die Verkehrswende: „Radfahren muss für alle möglich, sicher, komfortabel und selbstverständlich sein“, so Matthias Zimmermann, Landesvorsitzender des ADFC. Das Bündnis der Veranstaltenden fordert zusammen mit den Teilnehmenden die Vision Zero: keine Verkehrstoten oder -schwerverletzten. Weitere Forderungen: zügiger Ausbau eines landesweiten Radnetzes, mehr Radschnellwege und sichere Radwege entlang von Landes- und Bundesstraßen.
Die Aktion des Sternfahrtbündnisses zeige, wie viele Menschen bereits Rad fahren und wie dringend sich viele bessere Bedingungen dabei wünschen. Neben dem politischen Anliegen steht der Gemeinschaftsaspekt im Vordergrund: Die Sternfahrt ist ein Fest auf zwei Rädern: bunt, laut, fröhlich und voller Energie. Alle können mitfahren, egal ob jung oder alt, sportlich oder gemütlich.
An diesem Tag nehmen die Radfahrenden selbst Hauptverkehrsachsen wie die B 10 oder B 14 in Beschlag. Sie werden für gewisse Zeit für den Autoverkehr gesperrt. „Das ist ein starkes Signal für mehr Platz für Radfahrende und mehr Sicherheit auf den Straßen“, freuen sich die Veranstalter.
Startorte der Sternfahrt sind in Bietigheim-Bissingen, Backnang, Schorndorf, Göppingen, Reutlingen, Filderstadt, Herrenberg und Weil der Stadt. Ab Kirchheim startet um 11 Uhr vor der Stadtbibliothek eine Gruppe, die sich dann um 12.10 Uhr in Wendlingen der Sternfahrt anschließt.
Die Aktion wird von verschiedenen Landesverbänden, Kreisverbänden und Organisationen getragen.

