Wirtschaft
Rosenloh bekommt mehr und mehr ein Gesicht

Im Weilheimer Gemeinderat sind weitere Details zum Gewerbegebiet veröffentlicht worden. Mit dem Bau des ersten Kreisverkehrs ist bereits begonnen worden.

Die Bagger stehen schon bereit für den Einsatz: Mit dem Bau des Kreisverkehrs ist bereits begonnen worden. Archivfoto: Carsten Riedl

Wie steht es eigentlich aktuell um das Gewerbegebiet Rosenloh? Das haben zwei Mitarbeiter der LBBW Immobilien Kommunalentwicklung im Gemeinderat der Stadt Weilheim genauer aufgeschlüsselt. Ein grüner Haken steht in der Powerpoint-Präsentation hinter dem Thema „Grunderwerb“. Ebenso sind die „vorbereitenden Maßnahmen“ abgehakt: Die Artenschutz- und Ausgleichsmaßnahmen sind festgelegt, das Brandschutzkonzept ist fertig und der Vorentwurf für den Kreisverkehr Ost ebenfalls. 

Beim Kreisverkehr ist man schon einen Schritt weiter: Die Erschließung des Kreisverkehrs Ost an der L1214 von Aichelberg nach Weilheim ist als „vorgezogene Maßnahme“ im Gange und soll bis Ende August fertig sein. Parallel wird die Umgehungsstraße für das künftige Gewerbegebiet geplant. Mit der Erschließung soll dann im Herbst oder im Winter dieses Jahres begonnen werden. 

Wie die Erschließung im Detail aussehen wird, konnten die Gemeinderätinnen und Gemeinderäte dann gleich im Anschluss erfahren. So ist an der L 1200 von Holzmaden nach Weilheim nicht nur eine Entwässerung, sondern auch durchgehend ein Fußweg geplant.

An der geplanten Umfahrung im Norden entsteht ein Rad- und Wirtschaftsweg. Der Radweg wird dann im Westen des künftigen Gewerbegebiets am bestehenden Kreisverkehr Richtung Holzmaden unter der L 1200 entlang geführt.

Lkw-Stellplätze limitiert

Da es in der Sitzung nur um die Kenntnisnahme des aktuellen Status ging, ging es nach der Präsentation lediglich um Verständnisfragen. Michael Kübel (FWV) wollte beispielsweise wissen, warum es nur zwei allgemeine Parkplätze für Lastwagen gibt. Der Leiter des Stadtbauamts, Jens Hofmann, hat dafür eine einfache Erklärung: Man wolle bewusst nicht zu viele Stellflächen anbieten. „Das Beispiel Fürhaupten (Bissinger Gewerbegebiet im Bau, d.Red.) zeigt, dass dort sämtliche Stellplätze schon belegt sind, obwohl dort erst der Supermarkt steht“, macht Hofmann deutlich, was man in Weilheim verhindern will. „Es kann nicht sein, dass wir Lkw-Stellplätze vorhalten“, will er Fahrer von Großfahrzeugen nicht animieren, im Rosenloh ihr Fahrzeug abzustellen.

Gerda Schrägle (SBV) wollte wissen, ob geplant ist, das anfallende Regenwasser zu sammeln und der Landwirtschaft zur Verfügung zu stellen. Das sei zu kompliziert, sagt Jens Hofmann. Dabei gehe es nicht nur um das Depot an sich. „Wie kann ich überhaupt Zugang und Nutzung regeln? Das ist zu viel Aufwand. Und die Erstellung eines Wasserkonzepts würde immense Aufwendungen bedeuten. Das wäre ein separates Projekt.“