Die Kinder haben den Rathausbrunnen fest im Griff. Sie klettern über den Rand, balancieren zwischen den Figuren während sie sich an ihren langen Hörnern der Stiere halten, und posieren für Bilder auf dem Schaf aus Bronze. Am Stand der Malteser stehen Menschen im Halbkreis und schauen zu, einige zögern noch, bevor sie selbst nach vorne treten. Auf dem Boden liegt eine Reanimationspuppe, an den menschlichen Körper angepasst und mit Federn gefüllt. „Und, wie geht’s mir?“ Der Mann lacht. Seine Frau hat gerade geübt, was im Notfall für ihn entscheidend sein kann, angeleitet von Krista Stürner-Greger von den Maltesern. „Für eine wirksame Herzdruckmassage ist deutlich mehr Kraft nötig, als viele erwarten“, erklärt sie. Praxisanleiter Lukas Greger weist darauf hin, dass rund um die Feiertage die Zahl der Herzinfarkte steigt. Gerade deshalb seien die Malteser auf dem Weihnachtsmarkt vertreten und wollten Hemmungen abbauen. Rund um den Brunnen reihen sich die Stände, es gibt „Gutes aus Omas Waffeleisen“ und auf der Karte des Skivereins stehen Pistenfeuer und Slalom-Gin, der Gesangsverein schenkt Punsch und Glühwein aus und die roten Würste bruzeln auf dem Grill der Fliegergruppe. Die großen, ausgemalten Buchstaben fallen am Stand der Teckschule sofort ins Auge. Die Schülerinnen und Schüler verkaufen dort, was sie in ihren Arbeitsgemeinschaften selbst erarbeitet haben: Vogelhäuschen für Meisenknödel aus der Naturschutz-AG, Quittenbrot und Schoko-Crossies aus der Koch-AG, sowie Tischsets aus der Näh-AG wandern hier über den Tisch. Im Werkstättle der Skianleiter suchen sich Besucher Baumschmuck aus Holz aus, während die Pfadfinder für ihre Teilnahme am Weltpfadfindertreffen 2027 in Polen Crepes verkaufen.
Rund um den Rathausbrunnen: Weihnachtsmarkt in Dettingen

