750 Jahre Schlierbach
Schlierbach startet mit Schwung ins Jubiläumsjahr

Grußworte, Musik und Unterhaltung: Die Gemeinde Schlierbach startet mit Schwung ins Festjahr. Landrat EdgarWolff überreicht einen Gutschein für einen Jubiläumsbaum.

Überraschungsnummer des Abends: Ein gemischter Chor aus Gemeinderäten, Rathausmitarbeitern und weiteren Freiwilligen singt die neue inoffizielle Schlierbacher Hymne. Foto: Volkmar Schreier

Unter dem Motto „A Gschichd – a Jubiläum – a Feschd“ feiert die Gemeinde Schlierbach das Ortsjubiläum. Zum festlichen Auftakt ins Jubiläumsjahr hatte die Gemeinde in die Sporthalle Bergreute geladen – und die Schlierbacherinnen und Schlierbacher kamen zahlreich. Sie erwartete ein buntes Programm mit Musik, Reden und Grußworten, einem Vortrag über die Schlierbacher Geschichte und geselliges Beisammensein in der festlich geschmückten Festhalle.

Bereits zu Beginn des Jubiläumsempfangs war die Stimmung überwältigend. Schwungvoll eröffnet durch den Schlierbacher Musikverein führten Alisa Rauter und Frank Maurer als Moderatoren des Abends kurzweilig durch das Programm. Bürgermeister Sascha Krötz zeigte sich in seiner Begrüßungsrede sichtlich bewegt: „Zunächst war ich unfassbar nervös, wie viele Schlierbacherinnen und Schlierbacher überhaupt kommen würden. Und nun bin ich total geflasht, dass so viele heute hier sind! Es ist großartig, dass wir heute alle hier sind und dieses Jubiläum gemeinsam feiern dürfen.“ Mit Blick auf die beeindruckende Zahl von 750 Jahren erinnerte er an die Bedeutung von Zusammenhalt, Geschichte und der gelungenen Verbindung von Tradition und Moderne: „Das ist es, was Schlierbach auszeichnet.“

„Ich bin total geflasht, dass so viele heute hier sind.

Bürgermeister Sascha Krötz zeigt sich beeindruckt von dem Besucheransturm. 

Besonders hob Krötz das Engagement der Schlierbacherinnen und Schlierbacher hervor. „Ohne den Einsatz aller – ob Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gemeinde, unsere Gewerbetreibenden als Sponsoren oder die vielen Ehrenamtlichen, die Halle und Programm mit viel Herzblut vorbereitet haben – wären wir heute nicht hier.“ Mit Stolz betonte er die besondere Verbundenheit innerhalb der Gemeinde: „Zusammenhalt ist unsere stärkste Waffe. Schlierbach ist besonders“ Und so freue er sich auf die kommenden 750 Jahre für die Gemeinde.

Auch Landrat Edgar Wolff ließ es sich nicht nehmen, das Jubiläum mit seinen Glückwünschen zu bereichern. „Eine Krawatte trage ich nur zu besonderen Anlässen, und heute ist genau so ein Tag,“ scherzte er zu Beginn. Die beeindruckende Beteiligung der Schlierbacherinnen und Schlierbacher lobte er als Symbol für die Zukunft der Gemeinde. „750 Jahre sind nicht nur Anlass zur Rückbesinnung, sondern auch ein Aufruf, sich bewusst zu machen, wie wichtig der Einsatz von Menschen für die Gemeinschaft ist.“

Der Landrat erinnerte zudem an die historische Kreisreform von 1970, bei der sich mehr als 90 Prozent der Schlierbacher für den Verbleib im Landkreis Göppingen ausgesprochen hatten. Diese Entscheidung habe sich bewährt, betonte Wolff, und lobte die Gemeinde für ihre hervorragende Infrastruktur, ihr reges Vereinsleben und die nachhaltige Wirtschaftsweise. „Schlierbach ist gut aufgestellt und eine der wenigen Gemeinden, die schuldenfrei sind.“ Auch ein Geschenk hatte der Landrat mit dabei: einen Gutschein für einen Jubiläumsbaum. „Den werden wir dann, wenn es wieder wärmer ist, einpflanzen.“

Auch der Bundestagsabgeordnete Hermann Färber richtete herzliche Worte an die Schlierbacher. Er betonte, wie besonders die Menschen in Schlierbach seien: „Hier kennt und vertraut man sich. Diese einzigartige Dorfgemeinschaft macht Schlierbach zu einem Ort, an dem man gut leben kann.“

Neben den Grußworten kamen aber auch Information und Unterhaltung nicht zu kurz. Ein Sketch der „Theraterstub‘“ thematisierte die nervenaufreibende Suche nach der Schlierbacher Gründungsurkunde im Rathaus. Der Kreisarchivar Dr. Lang nahm die Festgesellschaft mit auf eine historische Zeitreise. Und als Überraschungsnummer des Abends trat ein Chor aus Gemeinderäten, Rathausmitarbeitern und weiteren Freiwilligen auf die Bühne: Zur Melodie von „Wann wird’s endlich wieder Sommer“ intonierten die Sängerinnen und Sänger die neue inoffizielle Schlierbacher Hymne, die so mancher Schlierbacher beim anschließenden geselligen Beisammensein sicher noch weitergesummt hat.